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Lokalsport
Heimische Reiter sahnen bei Rheinischen Meisterschaften ab

Langenfeld. Romy Allard und Heiner Schiergen sammeln Titel in der Dressur, Hendrik Tillmann holt sich den Sieg bei den jungen Springreitern.

"Irgendein Tillmann gewinnt immer", schmunzelte Axel Hebmüller, Präsident des Kreis-Pferdesportverbandes Neuss am Sonntagabend bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld. Dieses Mal war es aber nicht Derbysieger Gilbert Tillmann oder sein Bruder Frederic, sondern ihr jüngerer Cousin.

Hendrik Tillmann (RC Gut Neuhaus Grevenbroich) flog bei den Jungen Reitern (U21) zum Titel. Der Neusser sicherte sich seinen ersten Meistertitel. Und das überlegen: Am Ende hatten er und sein westfälischer Schimmel Conterno nur 0,25 Zeitfehler auf dem Konto. Nach einer fehlerfreien Runde und Platz sieben im ersten S-Springen, kassierte das Paar am Samstag die Zeitfehler, belegte aber Rang drei. Damit gehörten die beiden im Finale am Sonntag zu den Favoriten. Doch der Nachwuchsreiter ließ sich von dieser Rolle nicht unter Druck setzen. Hendrik Tillmann behielt im entscheidenden Moment die Nerven, blieb bedächtig. Und das war der Schlüssel zum Titelgewinn: erneute Nullrunde, Sieg im Finale und Gold in der Meisterschaft. "Was will man mehr", freuten sich Vater Karl-Heinz Tillmann und Onkel Friedhelm Tillmann über die drei Runden ohne einen einzigen Abwurf.

Doch das war nicht der einzige Titel für den KPSV bei den Rheinischen Meisterschaften, wenn auch die einzige Medaille im Springen. Stattdessen sahnten die Dressurreiter dieses Jahr mächtig ab. Allen voran Romy Allard (Förderkreis Dressur Neuss). Die 15-Jährige aus Zons trabte gleich zu zwei Medaillen. Zuerst sicherte sie sich auf Dujardin B Silber in der Pony-Dressur, dann holte sie mit ihrer Rappstute Summer Rose Gold bei den Junioren (U18). Und das vor ihrer Vereinskollegin Helen Erbe, die mit ihrer Fuchsstute Boccacia knapp dahinter Silber holte. Überhaupt sorgte der Förderkreis Dressur Neuss für einen Medaillenregen, denn auch bei den Reitern gab es Gold. Meistermacher Heiner Schiergen gelang es, seinen Titel im Viereck zu verteidigten. Der Krefelder, der seit Jahrzehnten vereinstechnisch im KPSV Neuss beheimatet ist, piaffierte den niederländischen Hengst Aaron zu zwei überlegenen Siegen im Grand Prix und Spezial. Der imposante Rappe zeigte unter dem renommierten Ausbilder, der schon Olympiapferde für Kollegen ausbildete, keine Schwächen. Damit stand Schiergen unangefochten an der Spitze der rheinischen Dressurreiter, zum zweiten Mal in Folge. Eine weitere Medaille für den Förderkreis Dressur Neuss gab es bei den Jungen Reitern, wo Lisa Prummenbaum mit der Stute Serenissima Bronze holte.

"Das war ein sehr erfolgreiches Wochenende bei den Rheinischen Meisterschaften", freute sich KPSV-Präsident Axel Hebmüller. Der Kaarster blickt direkt auf die nächsten Highlights: Vom 4. bis 6. August stehen die Kreismeisterschaften beim RV Uedesheim-Stüttgen an. "Da werden dann wieder Medaillen und Titel vergeben."

(rosz-)
 
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