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Hemmerden peilt Titelverteidigung an

Lokalsport: Hemmerden peilt Titelverteidigung an
Flory Hoppe (M.) und ihr BV Wevelinghoven haben sich durch den Finaleinzug im Vorjahr den Respekt der höherklassigen Konkurrenz erspielt. FOTO: g. salzburg
Rhein-Kreis. Das Fußballjahr beginnt heute und morgen mit den Kreis-Hallenmeisterschaften der Frauen in Gustorf. Der SV Rosellen, die SVG Weißenberg und der BV Wevelinghoven möchten dabei an der Vormachtstellung des SV Hemmerden rütteln. Von Christos Pasvantis

Klar, von seiner Vormachtstellung im Frauenfußball hat der SV Hemmerden in den vergangenen Jahren Stück für Stück eingebüßt. In der Halle war davon allerdings nichts zu sehen, die letzten beiden Kreismeister- Pokale gingen - wenn auch haarscharf - an den Topfavoriten. Und auch in diesem Jahr ist der Landesliga-Absteiger hungrig. "Wir wollen unseren Titel verteidigen", sagt Trainer Richard Dolan vor der Endrunde, die morgen in der Gustorfer Sporthalle um 11 Uhr beginnt

Dabei meint es der Spielplan nicht gut mit dem Titelverteidiger. Während die Partie gegen den Sieger des Entscheidungsspiels der Vorrunde noch machbar sein dürfte, warten in Gruppe A auch Vorjahresfinalist BV Wevelinghoven (Bezirksliga) und vor allem Ligarivale SVG Weißenberg. Die Nordstädter gehen nach dem stetigen Aufstieg der vergangenen Jahre mit Selbstvertrauen ins Wochenende: "Wir wollen das Turnier endlich mal wieder gewinnen", sagt Co-Trainer Ralf Czauderna. Und dass es seinen Spielerinnen ernst ist, beweist die Tatsache, dass sie auf eigene Faust kurzerhand noch ein Hallentraining organisierten und bis auf die verletzte Stürmerin Janina Renno alle zugesagt haben. "Es wird alles da sein, was Fußball spielen kann", verspricht Czauderna.

Für ihn habe es schon die Gruppenphase in sich: "Da haben wir eine schwere Gruppe erwischt. Es wird nicht einfach, überhaupt das Halbfinale zu erreichen." Denn Wevelinghoven sei nicht nur aufgrund des Vizetitels gefährlich: "Die darf man wegen ihrer starken Einzelspielerinnen auf keinen Fall unterschätzen. Bevor wir über das Finale reden, müssen wir erst einmal an Wevelinghoven vorbei."

Der SV Rosellen, dritter Landesligist im Bunde, dürfte es in Gruppe B hingegen einfacher haben. Neben Bezirksligist SG Kaarst warten nämlich "nur" die beiden Vorrundensieger auf den SV, der in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Halbfinale an Hemmerden scheiterte. "Das war ärgerlich, in diesem Jahr wollen wir unser großes Losglück aber ausnutzen", sagt Trainerin Danuta Karas. Was aber nicht heißen soll, dass sie die Konkurrenz nicht ernst nimmt: "In der Halle zeigt sich immer wieder, dass es tückisch ist, jemanden zu unterschätzen. Gerade die vermeintlich kleineren Gegner werden aufdrehen und uns das Leben schwer machen." Mit Anforderungen hält sich die Trainerin zurück: "Wir werden mit einer starken Mannschaft nach Gustorf fahren und ein Platz auf dem Treppchen wäre nicht schlecht. Wir machen den Mädels aber keinen Druck, sie sollen einfach mit Spaß an die Sache herangehen."

Ein Punkt, der Hemmerdens Coach Richard Dolan Sorgen bereitet, ist die zunehmende Anspannung beim Turnier: "Wenn nur das Spiel und der Spaß im Vordergrund stehen würden, wäre ich ein Riesenfan vom Budenzauber. Aus meiner Sicht wird das viel zu verbissen und teilweise aggressiv gesehen. Wenn einfach zu körperlich agiert wird und die Zweikämpfe so intensiv geführt werden wie draußen, dann ist das zu viel des Guten."

Das gleiche gelte auch für die Stimmung: "Es ist jetzt meine vierte Meisterschaft und es waren früher echt tolle Events. Dass Hemmerden immer der ,Gejagte' war, hat der Stimmung eigentlich nie geschadet. Ich muss aber sagen, dass das letztes Jahr schon ein wenig zu viel des Guten war."

Wie schon in den Vorjahren wird es heute eine Qualifikationsrunde geben, in der zehn der insgesamt 13 Kreisligisten drei weitere Endrundenteilnehmer ausspielen - nicht antreten werden lediglich der VdS Nievenheim und RS Horrem, die Weißenberger Reserve fällt raus. Ob die Kreisligisten nach bis zu vier zermürbenden Spielen am Tag darauf noch in der Lage sein werden, über sich hinauszuwachsen, steht freilich auf einem anderen Blatt.

Quelle: NGZ
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