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Lokalsport
Hemmerdens neuer Anspruch

Neuss. Frauenfußball: Niederrheinligist SV Hemmerden startet mit neuen Zielen in die Rückrunde. Von Julius Hayner

Vor genau 104 Tagen gewannen die Fußball-Niederrheinligistinnen des SV Hemmerden zum Saisonauftakt gegen die SGS Essen III mit 5:3. Dass dieser Sieg der Anfang einer beeindruckenden Hinrunde sein sollte, wusste damals vermutlich noch keiner beim Aufsteiger.

Morgen, 105 Tage und 13 Spiele später, empfängt der SV die dritte Mannschaft der SGS Essen zum Rückrundenauftakt (Anpfiff 13 Uhr). Die Favoritenrolle ist dabei klar verteilt: Der SV Hemmerden ist souveräner Zweiter mit 36 Punkten, konnte bis auf ein Spiel alle Partien gewinnen und hat somit dreimal so viele Punkte wie die neuntplatzierten Essenerinnen. Dennoch warnt Trainer Martin Walz vor den Gästen, denen er mit sehr viel Respekt begegnet: "Essen hat zuletzt stark gespielt und hat in den letzten Wochen immer mehr zu ihrem Spiel gefunden". Verstecken müssen sich Walz' Schützlinge jedoch nicht. Sechs Siege in Folge und zwei Kantersiege in den vergangenen beiden Spielen geben ihnen mächtig Selbstbewusstsein. "Wir sind uns der Stärke des Gegners bewusst, wir wissen aber auch, wie stark wir sind und gehen auch als Favorit ins Spiel", fügt Walz hinzu.

Mit einem Sieg wollen die Grevenbroicherinnen erfolgreich in die Rückrunde starten, in der sie weitere Unterstützung im Trainerstab bekommen und sich weiter professionalisieren: Ingo Rubenzer ist DFB-Lizenz-Torwart und steht den Hemmerdenerinnen ebenso wie Physiotherapeut David Huisgen ab sofort zur Verfügung.

Die Fußballerinnen des SV Rosellen starten in der Landesliga ebenfalls in die Rückrunde. In ihrem letzten Spiel in 2017 müssen sie nach Essen zu Adler Union Frintrop (Anpfiff 15 Uhr). Im Hinspiel konnten die Neusserinnen noch mit 5:0 gewinnen. "Das zählt aber alles nichts mehr. Das war das erste Spiel und Frintrop hat sich weiter entwickelt", relativiert Trainer Richard Dolan. Weiter entwickelt haben sich die "Schwarz-Gelben" jedoch auch und haben im Moment sogar einen kleinen Lauf. Einen großen Anteil daran hat Rosellens Top-Torjägerin Selina Görres, die diese Saison schon 19 Tore erzielte. "Selina hat dieses gewisse Etwas, was man als Stürmerin einfach braucht", lobt Dolan.

Wenig zu loben gibt es im Moment wahrscheinlich für Guido Brenner, Trainer des Landesligisten SVG Weißenberg. Mit nur fünf gewonnen Punkten steht seine Mannschaft immer noch abgeschlagen auf dem letzten Platz und ließ in den letzten Spielen wichtige Punkte gegen direkte Abstiegskonkurrenten liegen. Der nächste Gegner kommt den Quirinusstädterinnen daher gar nicht gelegen: Auswärts gegen die drittplatzierte Fortuna Wuppertal wird es schwer, die Kehrtwende zu schaffen (Anpfiff 15 Uhr).

Quelle: NGZ
 
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