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Lokalsport
Highlander erteilen den Crash Eagles eine bittere Lehrstunde

Kaarst. Das erste Play-off-Spiel seit 2007 endet für den Skaterhockey-Bundesligist aus Kaarst mit einer 6:9-Heimniederlage gegen Lüdenscheid. Von Dirk Sitterle

Willkommen in den Play-offs! Die besonders vor heimischem Publikum wie ein Dampfhammer durch die reguläre Saison gepflügten Crash Eagles Kaarst mussten im ersten von maximal drei Viertelfinalspielen eine bittere Pille schlucken. Der als Tabellenzweiter in die Runde der besten Acht eingezogene Skaterhockey-Bundesligist unterlag Lüdenscheid mit 6:9 (2:2, 3:3, 1:4) und muss nun im zweiten Match am 29. Oktober als Gast der Highlander unbedingt gewinnen, um eine dritte und dann entscheidende Partie in der Stadtparkhalle zu erzwingen.

Möglich ist das allemal, denn die junge Kaarster Mannschaft scheiterte am Samstag nicht an einem übermächtigen Gegner, sondern in erster Linie an den flatternden Nerven. "Schon vor dem Spiel hast du in der Kabine gemerkt, dass einige doch ganz schön nervös waren", verriet Trainer Georg Otten.

Im Gegensatz zu den fahrigen Adlern, die zum ersten Mal seit neun Jahren in den Ausscheidungsspielen um den Deutschen Meistertitel stehen, sind die Highlander zum vierten Mal in Folge dabei. Darum stresste es den Tabellensiebten der Hauptrunde auch nur mäßig, dass Kaarst nach Treffern von Christian von Berg (3.) und Moritz Otten in Überzahl (13.) mit 2:0 in Front zog. Von ihrer eher destruktiven Taktik, vor dem eigenen Gehäuse geduldig auf die Gelegenheit zur Attacke zu warten, rückten die nur mit zehn Feldspielern angereisten Sauerländer nie ab. Ihr Plan ging deshalb auf, weil sich die übereifrigen Eagles im Angriff trotz fast 60-minütigen Powerplays nicht sonderlich geschickt anstellten und sie Akteure in ihren Reihen haben, die die bewundernswerte Gabe besitzen, aus einer halben Torchance gleich zwei Treffer zu machen. So reichte André Bruch kurz vor der ersten Drittelpause ein Fehler des über weite Strecken der Partie fast ungeprüften CEK-Goalies Richard Steffen, um Lüdenscheid auf 1:2 heranzubringen. Und nur 20 Sekunden später traf Matti Stein per Schlagschuss zum 2:2.

Dieses brutal unattraktive, aber gnadenlos effektive Spielchen ging auch im zweiten Abschnitt weiter: Zunächst brachten Jiri Svejda (3:2/22.) und Stein (4:3/26.) die Gäste nach vorne und Christian von Berg (3:3/24.) sowie Timo Dietrich (4:4/34.) glichen für die Eagles aus, dann traf Moritz Otten zum 5:4 (36.) für die Gastgeber und Joachim Könning besorgte in Überzahl das 5:5 (37.).

Im Schlussdrittel verloren die zunehmend kopfloser anrennenden Hausherren endgültig die Nerven. Svejda bestrafte das mit einem Doppelschlag zum 7:5 (43./47.), in Überzahl erhöhten Robin Loecke (49.) und wiederum Svejda (53.) auf 9:5. Obwohl Dietrich noch auf 6:9 (60.) verkürzte, wusste Otten, wo er den Hebel anzusetzen hat: "Wir haben doppelt so oft aufs Tor geschossen wie der Gegner, waren dabei aber total ungefährlich. Das müssen wir im Rückspiel besser machen."

Quelle: NGZ
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