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Lokalsport
Hockey: HTC bringt Deutschen Meister arg in Bedrängnis

Neuss. Trainer Matthias Gräber hatten einen beherzten Auftritt des HTC SW Neuss versprochen und genau den lieferte der Aufsteiger zum Auftakt der Hallenhockey-Bundesliga West: Beim Deutschen Meister Rot-Weiß Köln unterlag Schwarz-Weiß nach großem Kampf nur mit 4:7 (Halbzeit 3:3).

Zwar musste der Champion auf seine im Finale der World League für Deutschland tätigen Nationalspieler verzichten, doch auch die Gäste hatten in Ex-Weltmeister Sebastian Draguhn ihren wohl besten Akteur zu ersetzen. Trotzdem hielt der krasse Außenseiter die Partie lange offen, was Gräber auch seiner neuen Taktik zuschrieb. "Dass wir nicht in unserem sehr passiven Fünfer-Würfel gespielt haben, hat Köln völlig überrascht." Prompt brachte Ivo Otto die mutigen Gäste sogar in Führung (7.). Lukas Trompertz gelang rasch der Ausgleich (8.), doch selbst die Tore von Jan Alex zum 2:1 (21./Kurze Ecke) und von Florian Scholten zum 3:2 (26.) stürzten die Neusser nicht in Verlegenheit. Wiederum Ivo Otto (25./Kurze Ecke) sowie der aus Gladbach gekommene Tomasz Górny (29.) glichen jeweils aus. Es wäre allerdings noch mehr drin gewesen, befand Gräber: "Beim Spielstand von 2:2 vergeben wir eine Ecke und kassieren im Gegenzug das 2:3. Und vor dem Treffer zum 3:5 haben wir mehrfach die Chance, das 4:4 zu machen." Als Maximilian Siegburg Scholtens Tor kurz nach der Halbzeitpause zum 4:3 (31.) das 5:3 (42.) anfügt, scheint das Match gelaufen, doch der Neuling kämpft unverdrossen weiter. Cedric Heimbach verkürzt noch mal auf 4:5 (44.) und sichert seinem Team damit endgültig den Respekt des Widersachers: "Das war über weite Strecken schon eine knappe Kiste, weil Neuss super engagiert gespielt und immer an sich geglaubt hat", sagte Kölns Co-Trainer Wolfgang Kluth. Erst die beiden Tore von Scholten (47.) und Joshua Delarber (58./Kurze Ecke) entschieden das Spiel. Gräber: "Das war ein guter Einstieg." Weiter geht es für Neuss erst am 16. Dezember.

(sit)
 
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