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Lokalsport
Hockey: HTC Schwarz-Weiß Neuss hat das Siegen nicht verlernt

Neuss. Ein Blick auf die Ergebnisse am ersten Spieltag der Hockey-Bundesliga verrät, der Abstieg aus dem Oberhaus war für den im Neuaufbau begriffenen HTC SW Neuss ein Segen. Während die Schwarz-Weißen mit Heimsiegen über die TG Heimfeld (6:4/Halbzeit 2:1) und den Großflottbeker THGC (4:2/2:0) in Liga zwei starteten, bezogen die Erstliga-Neulinge TuS Lichterfelde (1:7 gegen Harvestehude) und Klipper Hamburg (0:5 beim Mannheimer HC) Prügel. Der Nürnberger HC unterlag bei RW Köln gar mit 2:10. Von Dirk Sitterle

Die Neusser boten rund 250 Zuschauern dagegen ein Torfestival gegen Heimfeld. Die vier Gegentreffer passten Matthias Gräber zwar nicht unbedingt in den Kram ("Das ist schon ein bisschen viel."), mit dem Saisonauftakt war der Trainerdebütant aber sehr zufrieden: "Es war ganz wichtig für uns, mit einem Erfolgserlebnis zu starten."

Bis dahin galt es für die Hausherren, bei denen in Sebastian Binias, Timo Otten und Daniel Reinhardt sowie den in Liga eins nur sporadisch eingesetzten Max Hubert und Paul Toll fünf Neue zum Einsatz kamen, allerdings dicke Bretter zu bohren. Tim Schäfer brachte die Gäste aus Hamburg sogar in Führung (21.). Dass die Neusser nach Toren von Abbas Haider, der nach der zweiten Strafecke im Nachschuss traf (24.), und Sebastian Sellner nach starker Vorarbeit von Sebastian Draguhn und Ivo Otto (acht Sekunden vor der Pause) mit einer 2:1-Führung in die Halbzeit gingen, war vor allem ihrer individuellen Klasse zu verdanken. Die gab auch in Hälfte zwei den Ausschlag zugunsten der Gastgeber: In Überzahl erhöhte Draguhn mit der fünften Strafecke auf 3:1 (44.), mit einem Mann mehr auf dem Feld schluckten die Neusser binnen einer Minute durch den Doppeltorschützen Lasse Simson jedoch auch die Treffer zum 3:3 (46./47.). Fast im Gegenzug nutzte Draguhn in starker Manier die sechste Strafecke zur erneuten Führung (4:3/48.).

Heimfeld schlug aber noch einmal zurück, Lennart Gehl glich per Strafecke aus (4:4/63.). Und wiederum konterte Schwarz-Weiß sofort: Der im Sturmzentrum eingesetzte Otto markierte nach Draguhns Vorarbeit das 5:4 (64.), drei Minuten später besorgte Philipp Weide nach einer Vorleistung von Steven Dühr mit dem 6:4 die Entscheidung.

Auch ohne Weide, der am Samstag kurz vor Schluss nach einem taktischen Foul die Gelb-Rote Karte kassiert hatte, schossen Draguhn (Siebenmeter/10.) und Otto (30.) ihre Farben gegen Groß Flottbek mit 2:0 in Front. Max Baumgardt lief die Hamburger hoffen (1:2/45.) hoffen, doch erneut Draguhn mit dem 3:1 (55./Ecke) und Jan Mausberg mit dem 4:1 (60.) sorgten wieder für klare Verhältnisse. Das 2:4 von Justin von Eickstedt (67.) in Unterzahl tat nicht mehr weh. Gräber: "Von der Entwicklung und vom Spielgedanken war das in Ordnung."

Quelle: NGZ
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