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Lokalsport
Hockey: Jetzt freut sich Schwarz-Weiß auf das Lokalduell

Neuss. Wer sieben Minuten vor Spielende mit 1:3 zurückliegt, sollte ein Unentschieden feiern. Wer aber in der 70. Minute seine Schlussecke nicht zum Sieg in den Kasten feuert, müsste enttäuscht sein. Nach dem 3:3 (Halbzeit 1:2) des Hockey-Zweitligisten HTC SW Neuss bei Blau-Weiß Köln war Teammanager Stephan Busse weder das eine noch das andere. Ganz nüchtern resümierte er: "Wir waren in der zweiten Hälfte total überlegen, und von den drei Toren darfst du zwei nicht kassieren. Aber es ist alles gut."

Wie wichtig Sebastian Draguhn (32) immer noch für die Mannschaft ist, unterstrich der Weltmeister von 2006 mit drei Treffern. Obwohl er als Jurist und frischgebackener Familienvater voll ausgelastet ist, führt er das Team weiter an: Zunächst gelang ihm nach Julien Keibels Führungstreffer (8. Minute) per Siebenmeter postwendend der Ausgleich (9.). Auf die Palme brachte Busse, wie die Gäste erneut in Rückstand gerieten. Weil sich der grünverwarnte Schlussmann Jonas Radeke eine Zeitstrafe einhandelte, konnte Kölns Olympiasieger Jan-Marco Montag den Ball bei der folgenden Ecke fast ohne Gegenwehr ins Neusser Gehäuse setzen (30.). Johann Schneider erhöhte sogar auf 3:1 (50.). "Auch dieses Tor dürfen wir so nie und nimmer kassieren", stellte Busse verärgert fest. Gut für Neuss, dass Draguhn per Doppelpack (63./67.) im fünften Auswärtsspiel in Folge den achten Zähler unter Dach und Fach brachte. Seine Schlussecke kratzte Keibel von der Torlinie. Danach kündigte Busse schmunzelnd an: "Jetzt schlagen wir den DHC, Polo verliert und wir gehen als Tabellenführer in die Pause."

(sit)
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