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Lokalsport
Hockey: SW Neuss geht ganz entspannt in das Lokalduell

Neuss. Wohl selten zuvor ist Hockey-Zweitligist HTC SW Neuss derartig entspannt in ein Lokalduell mit dem Düsseldorfer HC gegangen wie in dieser Saison. Vor dem Derby morgen Nachmittag (16 Uhr) an heimischer Jahnstraße gegen den Tabellenzweiten bekommt Trainer Matthias Gräber das Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht. "Wir stehen nicht unter Druck", stellt er gelassen fest: "Wir müssen jetzt nur gucken, dass wir wieder richtig schön in den Ärger-Modus kommen." Von Dirk Sitterle

Das hatte schon beim Gastspiel in Klein Flottbek ganz vortrefflich geklappt, als der im personellen Neuaufbau befindliche Erstliga-Absteiger Spitzenreiter Hamburger Polo Club die erste Saisonniederlage beibrachte. Die Last des Gewinnen-Müssens um jeden Preis habe diesmal der DHC ganz alleine zu schultern, findet Gräber: "Die haben vor der Saison klar gesagt, dass sie aufsteigen wollen. Und darum müssen die uns schlagen." Dass indes auch der HTC mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage des etwas aus dem Tritt geratenen Tabellenführers - auf das 1:2 gegen Neuss folgte für Polo eine Niederlage gegen die TG Heimfeld - auf Platz eins überwintern könnte, spielt für den Coach offiziell nur eine untergeordnete Rolle. "Wir stehen optimal da, haben vor allem genug Abstand nach unten. Wir werden die Hinrunde im ungünstigsten Fall als Vierter abschließen."

Ein Heimsieg über den Nachbarn zur Einstimmung auf die Hallensaison hätte freilich seinen ganz besonderen Reiz - auch für Gräber: "DHC gegen Neuss, das fängt ja schon in der Jugend an. Beide Vereine sind sehr miteinander verwurzelt. Da steckt jede Menge Brisanz drin." Der HTC-Trainer weiß indes um die Qualitäten des Kontrahenten, in dessen Kasten der nicht unbedingt im besten Einvernehmen von der Jahnstraße geschiedene Lennard Leist steht. Mit Ausnahme des aus Hamburg zurückgekehrten Routiniers Dominic Giskes schickt Coach Akim Bouchouchi eine recht junge und und talentierte Truppe aufs Feld. "Der DHC ist auf allen Positionen gut besetzt, du kannst dich nicht speziell auf einen Spieler konzentrieren", hat Gräber ermittelt, der die Gäste "als taktisch disziplinierte und variable Mannschaft" schätzt. "Und mittlerweile haben die auch eine gute Ecke."

Während das Mitwirken der angeschlagenen Daniel Reinhard, Steven Dühr und Phil Graue noch ungewiss ist, hofft Schwarz-Weiß auf das Debüt des im Sturm benötigten Timm Schiffmann (Eintracht Dortmund).

Quelle: NGZ
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