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Lokalsport
Höffgen verpasst Medaille knapp

Neuss. Zwei Sekunden fehlen dem deutschen Achter zu Bronze bei der Ruder-EM.

Den Vize-Europameister des vergangenen Jahres im Endspurt noch abgefangen - trotzdem reichte es für den Frauen-Achter des Deutschen Ruderverbandes bei den Europameisterschaften im polnischen Poznan gestern Mittag nur zum vierten Platz. Zweieinhalb Sekunden fehlten der Crew von Bundestrainer Thomas Affeld, darunter Alxeandra Höffgen vom Neusser Ruderverein, um den Bronzemedaillenrang des Vorjahres zu wiederholen.

Mit der Entscheidung um den Europameistertitel hatten Höffgen und Co., die sich am Samstag als Dritte des Hoffnungslaufs hinter dem letztjährigen Vize-Europameister Großbritannien und den Niederlanden für das Finale qualifiziert hatten, von Anfang an nichts zu tun. Denn an der Spitze dominierten die Russinnen nach ihrem klaren Vorlaufsieg von Freitag auch gestern Mittag und siegten in 6:08,06 Minuten vor den überraschend starken Niederländerinnen , die in 6:09,70 Minuten Titelverteidiger Rumänien (6:12,99) klar hinter sich ließen. Auf den letzten Metern schob sich der deutsche Achter (6:15,52) noch an den Britinnen (6:18,19) vorbei, die nach 500 Meter auf Rang zwei und an der 1500-Metermarke auf Rang drei gelegen hatten. Angesichts der geringen Abstände erwies sich die Vorhersage von Alexandra Höffgen als richtig, die nach dem überstandenen Hoffnungslauf prophezeit hatte: "Das wird ganz knapp." Allein Weißrussland fuhr in 6:25,31 Minuten dem Rest des Feldes hinterher.

Ein spektakuläres Achterrennen bekamen am Freitagabend auch die Besucher des Neusser Hafenparkfestes geboten. "Viele Zuschauer sind extra zu diesem Rennen gekommen, standen dicht gedrängt hoch über dem Wasser und testeten gleich die Stabilität der neuen Brücke über das Hafenbecken 1", freute sich Bernward Spanke, der Pressewart des Neusser Rudervereins, dessen Bundesliga-Achter sich im Sprintduell über knapp 350 Meter mit dem letztjährigen Deutschen Hochschulmeister RWTH Aachen maß. "Die beiden Teams verbindet eine enge Freundschaft", weiß Spanke, denn viele Neusser Ruderer studieren in Aachen. So gehören die Neusser Sebastian Kutter, Stefan Nolden, Florian Heesen, Lukas Böhmer und Max Meuer dem RWTH-Achter an.

Die Aachener, bei denen auch Andreas Penker, der Schlagmann des Deutschland-Achters bei den Olympischen Spielen in Peking, im Boot saß, gingen etwas überraschend direkt mit den ersten zehn Schlägen leicht in Führung und verteidigten diese bis ins Ziel, obwohl sich die Neusser, unter anderen mit den drei WM-Teilnehmern Maximilian Johanning, Christopher Menne und Stefan Nolden, mächtig für einen "Heimsieg" ins Zeug legten. Da beide Teams den Abend gemeinsam an den aufgebauten Verpflegungsständen verbrachten, war das Ergebnis ohnehin zweitrangig.

(-vk)
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