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Holzbüttgen gelingt der siebte Streich

Lokalsport: Holzbüttgen gelingt der siebte Streich
Im Höchsttempo: Nils Hofferbert (r.) war am so wichtigen 12:5-Heimsieg der DJK Holzbüttgen über die SSF Bonn Dragons mit vier Treffern und zwei Torvorlagen beteiligt. Rund 240 Zuschauer sahen in der Stadtparkhalle Kaarst zu. FOTO: Andreas Britten
Holzbüttgen. DJK springt am vorletzten Spieltag der 2. Floorball-Bundesliga Nord/West mit 12:5-Sieg über SSF Bonn auf Play-off-Platz. Von Dirk Sitterle

Die Krönung steht (hoffentlich) noch aus, doch schon jetzt ist den Zweitliga-Floorballern der DJK Holzbüttgen mit dem 12:5-Heimsieg (3:2, 6:2, 3:1) über die SSF Dragons Bonn im Showdown vor der Rekordkulisse von mehr als 200 Zuschauern das Comeback des Jahres gelungen. Dass die Jungs von Trainer Daniel Joest am vorletzten Spieltag der regulären Saison noch auf einen Play-off-Platz springen würden, damit hatten nach dem total verkorksten Start nämlich wohl selbst die größten Optimisten kaum mehr gerechnet.

Am sechsten Spieltag hatten die enttäuschten Grün-Weißen nur magere fünf Punkte auf dem Konto. Doch dann begann die strahlende Renaissance in der Stadtparkhalle: Mit der maximalen Ausbeute von 18 Punkten in den vergangenen sechs Spielen verdiente sich das Team um Ilari Suuronen, das in der Fremde mit Erfolgen über Spitzenreiter TV Eiche Horn Bremen (9:5) und den ebenfalls ambitionierten Erzrivalen Dümptener Füchse (14:5) aufhorchen ließ, das Alles-oder-Nichts-Duell mit den nur um einen Zähler besseren Drachen. Die hatten das Hinspiel mit 7:5 gewonnen - und starteten entsprechend selbstbewusst in den Krimi. Schon nach 27 Sekunden überwand Max Pletziger den machtlosen Jan Saurbier im Tor der Hausherren. Zwar glich Kevin Strauss nach Vorarbeit von Nils Hofferbert in der fünften Minute aus, Sicherheit gab dieser Treffer dem Herausforderer aber nicht. Folglich schoss Safak Temel die Gäste erneut in Führung (10.).

Erst mit dem Tor von Nils Hofferbert zum 2:2 (13.) gewannen die von ihren Fans unverdrossen nach vorne gepeitschten Kaarster allmählich die Kontrolle über die Partie zurück. Noch vor Ablauf des ersten Drittels sorgte Dennis Schiffer für die erste Führung (18.).

Damit kamen die konsternierten Dragons, von Coach Jindra Ocenasek nach dem frühen 1:0 mithilfe eines Handstaubsaugers noch symbolisch dazu aufgefordert worden, den Gegner einfach wegzusaugen, gar nicht klar. Holzbüttgen erhöhte nun den Druck, zwang Bonn damit zu Fehlern und zog durch Treffer von Jens Grauer (24.), Ilari Suuronen (25.) und Dennis Schiffer auf 6:2 (26.) davon. Lucas Grünewalds Gegenschlag (3:6/29.) beantworteten Jens Grauer und Mark Jones binnen 20 Sekunden mit der Ergebniskorrektur auf 8:3 (35.). Da nützte es den Gästen auch nichts mehr, dass Jan Steinkamp noch einmal auf 4:8 (36.) verkürzte, denn Nils Hofferberts Tor (38.) schickte die Hausherren mit einer 9:4-Führung in die letzte Pause. Als Maximilian Spöhle nur 16 Sekunden nach Wiederbeginn Bonns fünfter Treffer gelang, setzte Ocenasek alles auf eine Karte, brachte den sechsten Feldspieler. Aber Nils Hofferbert zirkelte den Ball zum 10:5 (52.) ins leere Gehäuse und beendete damit alle Hoffnungen der Bonner auf die Wende. Für die bilanzierte Kapitän Lutz Ackermann nach weiteren Gegentreffern von Mark Jones (11:5/54.) und Nils Hofferbert (12:5/54.). "Wir wussten, dass wir heute 100 Prozent abrufen müssen, wenn wir hier gewinnen wollen. Das haben wir diesmal nicht geschafft."

Zwischen dem tatsächlichen Einzug in die Play-offs um den Aufstieg ins Bundesliga-Oberhaus und der DJK Holzbüttgen liegt jetzt nur noch der BSV Roxel, am Samstag (Anpfiff 19 Uhr) in der Kaarster Stadtparkhalle letzter Hauptrunden-Kontrahent der Gastgeber. Die Münsteraner sind Tabellenvorletzte und verloren das Hinspiel mit 3:8.

Quelle: NGZ
 
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