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Holzbüttgen schnuppert an Sensation

Lokalsport: Holzbüttgen schnuppert an Sensation
Starke Leistung: Miriam Jongen (r.) trumpfte gestern im Spitzenpaarkreuz ganz stark auf und bezwang sowohl Marie Wiegand (l.) als auch Rianne van Duin. Zum Sieg für die DJK Holzbüttgen reichte es trotzdem nicht. FOTO: Jens Rustemeier
Holzbüttgen. Die Tischtennis-Spielerinnen der DJK Holzbüttgen zeigen gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer Torpedo Göttingen die beste Leistung seit ihrem Drittliga-Aufstieg, müssen sich aber knapp mit 4:6 geschlagen geben. Von Jens Rustemeier

Die Köpfe hingen tief und die Stimmung war ziemlich am Boden. Dabei hatten die Tischtennis-Spielerinnen der DJK Holzbüttgen gerade ihre stärkste Saisonleistung gezeigt. Gegen den verlustpunktfreien Titelanwärter der Dritten Bundesliga Nord, Torpedo Göttingen, lieferten die Kaarsterinnen bis zum Schluss einen Kampf auf Augenhöhe, für den sie aber nicht belohnt wurden. Am Ende sicherten sich die Gäste einen 6:4-Erfolg.

"Das war viel knapper als vorher erwartet. Wir haben richtig gut dagegen gehalten. Aber wenn man am Schluss dann mit leeren Händen da steht, ist das schon richtig bitter", meinte Kapitänin Lisa Scherring kurz nach der Begegnung. "Ich habe vorher gesagt, dass wir gegen Göttingen zeigen können, was in uns steckt, das haben wir getan. Leider hat es nicht ganz gereicht", sagte Miriam Jongen, die im Spitzenpaarkreuz groß auftrumpfte und beide Partien für sich entschied. Auch von den Gästen gab es Anerkennung: "Holzbüttgen hat uns alles abverlangt. Das Spiel war in allen Belangen sehr umkämpft. Wir sind froh, dass wir die Punkte noch mitnehmen können", so eine Torpedo-Spielerin nach Spielende.

Zu Beginn zeigten Lisa Scherring/Katja Brauner im Anfangsdoppel ihre wohl bislang stärkste Leistung in der Hinrunde. Gegen Camille Linke und Johanna Wiegand setzte sich das DJK Duo glatt in drei Sätzen (11:9, 11:8, 11:6) durch. Dabei bewiesen sie vor allem bei langen Ballwechseln zum Satzende die nötige Ruhe und Durchschlagskraft. Einen schweren Stand hatten dagegen Miriam Jongen und Jana Vollmert, die gegen das Spitzendoppel Rianne van Duin/Marie Wiegand nur im zweiten Durchgang Möglichkeiten auf einen Satzgewinn hatten. Im Einzel spielte Miriam Jongen dann furios auf. Gegen Marie Wiegand agierte die Nummer eins der DJK von Beginn an druckvoll und ließ so ihrer Kontrahentin drei Sätze lang (11:7, 11:7, 11:7) keine Chance. Lisa Scherring hielt in ihrer ersten Partie gegen Rianne van Duin jeweils bis zum Satzende gut mit, kassierte am Ende aber eine 0:3-Niederlage. Im Anschluss kämpfte sich Jana Vollmert nach verlorenem ersten Satz (4:11) gegen Jugendspielerin Johanna Wiegand zurück in die Partie, gewann Satz zwei und drei mit 11:9 und entschied dann auch den fünften Durchgang mit 11:5 für sich. Ohne große Ambitionen auf einen Sieg war Katja Brauner im Anschluss gegen die zweite Jugendspielerin der Göttinger, Camille Linke, die erst zwei Einzel-Niederlagen in der Hinserie verbuchen musste. In der zweiten Einzelrunde traf Jongen im Spitzeneinzel auf die Niederländerin Rianne van Duin, die bis dahin erst drei Spiele im Top-Paarkreuz der 3. Liga verloren hatte. Jongen präsentierte sich vor den rund 90 Zuschauern von Beginn an kämpferisch, feuerte sich immer wieder selbst an und behielt in vier Sätzen die Oberhand, so dass die Hoffnung, im gesamten Spiel etwas mitzunehmen, sowohl bei den Zuschauern als auch im Team wuchs.

Lisa Scherring wehrte sich dann nach deutlich verlorenem ersten Satz gegen Marie Wiegand, blieb am Ende aber ohne Satzgewinn. Jana Vollmert hatte anschließend den Punktgewinn für das DJK-Quartett auf dem Schläger, verlor aber nach 1:0-Satzführung noch mit 1:3 gegen Linke. Da zuvor auch Katja Brauner ihr zweites Einzel verlor, stand die Niederlage fest.

Quelle: NGZ
 
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