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Fußball
Holzheim steigt als Meister auf

Fußball: Holzheim steigt als Meister auf
Jubel: Marc Niemann und Pascale Schneider mit ihrem spielenden Co-Trainer Christian Bergmayer (v.l.) bei seinem Treffer zum 4:1. FOTO: Anja Tinter
Nievenheim. Nach einem Jahr Abstinenz ist die Holzheimer SG zurück in der Fußball-Bezirksliga. Mit einem 4:3-Sieg (Halbzeit 3:0) über den VdS Nievenheim II hat sich die HSG etwas verspätet, aber souverän den Aufstieg gesichert. Von Felix Strerath

Von Beginn an war bei der Mannschaft von Trainer Michael Ende der Siegeswille zu merken. Schon nach elf Minuten feierte Daniel Foerster seinen zweiten Treffer. Es wirkte, als wäre den Spielern, die nach zwischenzeitlich eigentlich deutlichem Punktevorsprung auf Bedburdyck/Gierath noch einmal zittern mussten, ein Stein vom Herzen gefallen. Auch nach dem 2:0 hörten die Holzheimer nicht auf zu stürmen und feuerten ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Besonders Kapitän Pascale Schneider fiel mit seinen starken Dribblings und seinem unbändigem Einsatz auf. Dafür belohnte er sich in der 33. Minute mit dem Treffer zum 3:0. Nach einem Freistoß von Daniel Ferber musste Schneider den Ball nur noch einschieben.

In Hälfte zwei zog sich Holzheim zurück und ließ den VdS kommen. Dies rächte sich in der 51. Minute: Nievenheims bester Torschütze Fabian Ropertz traf per Weitschuss ins rechte untere Eck. Der Spitzenreiter zeigte jedoch die richtige Reaktion: Co-Trainer Christian Bergmayer stellte fünf Minuten später mit seinem Treffer den alten Vorsprung wieder her. Doch so leicht wollte sich die Stumpilich-Elf nicht geschlagen geben. Erst nutzte Ronny Frohs (65. Minute) die Unordnung in der Holzheimer Abwehr zum 2:4, dann netzte Fabrizio Antonaci per sehenswertem Distanzschuss ein. Bei den Nievenheimern hörte man nun nur noch die Aufforderung: "Jagen! Jagen! Jagen!" Die Akteure attackierten früh und setzten den Ballführenden immer mit mehreren Spielern unter Druck. Bis zum Schluss hatten die Gastgeber immer wieder Chancen auf den Ausgleich, doch es blieb beim 3:4. Kurz vor Schluss hätte der eingewechselte Julian Poschen alles klarmachen können, doch Keeper Marius Pala parierte.

Nach dem Abpfiff liefen die Holzheimer Ersatzleute jubelnd - bereits in ihren Aufstiegsshirts, die wohl schon für die vergangene Woche angefertigt worden waren - auf den Platz. Alle streckten erleichtert und freudig die Arme in die Luft. Kurz darauf folgten die Bierkästen und die Flaschen Sekt. Ende: "Die Mannschaft, der Vorstand, der ganze Verein hat sich diesen Aufstieg verdient. Das war ein hochverdienter Sieg." Der Übungsleiter verglich: "Das war heute die gesamte Saison zusammengefasst in einem Spiel." Damit fand Ende einen passenden Vergleich, denn wer den Verlauf der HSG verfolgt hat, weiß: Nach einer bärenstarken Bilanz - bis fünf Spieltage vor Schluss war Holzheim ungeschlagen - mussten die Aufsteiger zum Ende hin noch ein Mal mächtig zittern. Der scheidende Trainer versicherte natürlich: "Wir werden heute noch schön gemeinsam feiern." Sein Gegenüber Seppi Stumpilich gratulierte fair und war trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Kicker zufrieden: "Wir haben Holzheim gut unter Druck gesetzt. Hätten wir von Anfang an so gespielt, wäre es womöglich anders ausgegangen."

Quelle: NGZ
 
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