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HSG braucht Punkte gegen Weihnachtsstress

Lokalsport: HSG braucht Punkte gegen Weihnachtsstress
Marvin Meirich (M.) von der Holzheimer SG zählt zu den größten Talenten der Liga. In der Hinserie hat der 20 Jahre alte Neuzugang aus Rosellen in 15 Spielen neben zwei eigenen Treffern satte 13 Tore vorbereitet. Morgen soll er helfen, in Kapellen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln. FOTO: a. woitschützke
Rhein-Kreis. Mit einem Derbysieg in Kapellen könnte Bezirksligist Holzheim beruhigt überwintern. An der Tabellenspitze ist weiter alles offen. Von Christos Pasvantis

Am letzten Bezirksliga-Spieltag vor der Winterpause kicken die sieben Spitzenteams um eine gute Ausgangslage für die Rückserie, die streng genommen schon heute, so richtig aber erst am 28. Februar beginnt. Aufsteiger Holzheim hat hingegen ganz andere Ziele. Weil die Kellerkinder Neuwerk (zwei Siege in Folge) und PSV Neuss (zwei Siege aus drei Spielen) plötzlich anfangen zu punkten, könnte es mit dem Klassenverbleib schwieriger werden als angenommen.

SSV Strümp (9.) - SV Uedesheim (5.). Heute ab 19.30 Uhr können die Gäste aus dem Neusser Süden den Rückstand auf die Tabellenspitze vorübergehend auf einen Punkt verkürzen. Nach der Roten Karte gegen Torwart Oliver Seibert muss Trainer Guido Kopp aber umbauen, was den 18-jährigen Lukas Herbrand zu dessen erstem Einsatz im Seniorenfußball bringen wird. "Lukas hat unser Vertrauen. Hoffentlich bestätigt er es", sagt Kopp, der - obwohl die Strümper Formkurve nach drei Niederlagen in Serie nach unten zeigt - tiefstapelt: "Strümp wird nach dem Hinspiel heiß sein, die haben noch eine Rechnung offen. Ziel muss für uns ein Punkt sein." Am ersten Spieltag hatte sich Uedesheim in einer ganz engen Partie mit 3:2 durchgesetzt.

PSV Neuss (15.) - SG Kaarst (7.). Zeitgleich versucht Kaarst, das man trotz mittlerweile neun Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze zumindest noch nicht völlig abschreiben sollte, noch, um einen oder zwei Plätze zu klettern. Die jüngsten beiden Heimspiele gegen Dormagen (1:0) und Willich (4:0) gewannen die Polizisten aber mehr oder weniger überraschend, weswegen SG-Coach Dirk Schneider gewarnt ist: "Wenn man nicht mit der richtigen Einstellung in ein Spiel geht, verliert man. Egal wie der Gegner heißt. Wir wissen, dass es schwer wird." An das Flutlichtspiel auf Asche konnte sich Kaarst schon am Dienstag im Pokalspiel in Grevenbroich gewöhnen, das trotz komfortabler Pausenführung noch mit 2:3 verloren ging. Schneider: "Es war natürlich ärgerlich, aber das Ligaspiel ist mir wichtiger." Fehlen werden die beiden Abwehrrecken Christian Mausberg (41 Jahre) und Karsten Rehmann (36).

SC Kapellen II (10.) - Holzheimer SG (12.). Die fünf Punkte, die die HSG aktuell von den Abstiegsrängen trennen, sind mit Sicherheit nicht das, was man sich zu Weihnachten als beruhigendes Polster vorstellt. "Das kann sich auch alles ganz schnell ändern", glaubt Holzheims Trainer Guido van Schewick, der deshalb vorgibt: "Wir müssen dringend punkten, wenn wir eine ruhige Winterpause haben wollen." Zähler brauchen heute (Anstoß 15 Uhr) aber auch die Gastgeber, die vier der letzten fünf Partien im Erftstadion verloren. "Für Holzheim ist es immer eins der Topspiele der Saison, deswegen wird es unangenehm und schwer. Ich hoffe, dass jeder noch einmal alles raushaut", sagt SCK-Coach Torsten Müllers.

SG Rommerskirchen/Gilbach (2.) - 1. FC Mönchengladbach II (8.). Ab 14.30 Uhr will Rommerskirchen morgen im Kampf um die Wintermeisterschaft vorlegen. "Für uns geht es nur um eines: drei Punkte", macht Trainer Oliver Lehrbach unmissverständlich klar. Seit dem Trainerwechsel von Fabian Vitz zu Dirk Kehrbusch gewann der Gegner zwei von drei Spielen. Dass der FC Fußball spielen kann, machte er beim 3:1-Sieg im Hinspiel deutlich. Bei der damals arg verletzungsgebeutelten SG standen in Marco Lipinski, Taulant Mataj und Simon Petri allerdings nur drei Spieler in der Startelf, die auch beim jüngsten 3:2-Erfolg gegen Gnadental von Beginn an aufliefen. "Mittlerweile habe ich zum Glück mehr Alternativen. Das macht uns unberechenbarer", findet Lehrbach.

Blau-Weiß Meer (16.) - TSV Bayer Dormagen (1.). Einähnlich Desaster wie vor einem Monat beim PSV (0:1) wird seinen Dormagenern am Sonntag (15 Uhr) in Meer nicht unterlaufen, glaubt Trainer Carlos Perez: "Ich denke nicht, dass uns das noch einmal passieren wird. Wir werden den Gegner nicht unterschätzen und wollen ganz klar gewinnen. Mit Platz eins im Gepäck wird die Weihnachtsfeier mit Sicherheit schöner."

TuS Grevenbroich (6.) - TSV Meerbusch II (3.). Bis auf den dritten Platz hat sich die TSV-Reserve nach neun Siegen aus elf Spielen mittlerweile hochgearbeitet, mit bereits 50 Toren stellt sie zudem den mit Abstand gefährlichsten Angriff der Liga. Für den TuS, der nach zwei sieglosen Spielen in Serie wieder etwas abgekühlt ist, wird es in Gustorf (14.15 Uhr) also alles andere als einfach. Zumindest gab es beim Pokalkrimi gegen Kaarst (Tim Allroggen, Serkan Pacali und Simon Gojtowski trafen) frisches Selbstvertrauen.

Quelle: NGZ
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