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HTC sucht nach der Wettkampfhärte

Lokalsport: HTC sucht nach der Wettkampfhärte
Men in Black: Die Neusser Matthias Gräber, Steven Dühr und Axel Schmitz (v.l.) sichern den von Torhüter Martin Wagner gehüteten Kasten ab. Gegen Düsseldorf gelang das zum Start jedoch nur höchst unzureichend. FOTO: Georg Salzburg
Neuss. Nach dem 3:9-Debakel in Düsseldorf droht Neuss in der Hallenhockey-Bundesliga gegen Krefeld weiteres Ungemach. Von Dirk Sitterle

Wer es nach einer 3:9-Schlappe bei einem im Kampf gegen den Abstieg eigentlich auf Augenhöhe vermuteten Kontrahenten mit einem Play-off-Kandidaten zu tun bekommt, tut sicher gut daran, den Ball flachzuhalten. Die vollkommen missratene Vorstellung des HTC SW Neuss zum Start in die Hallenhockey-Bundesliga gegen den Düsseldorfer HC nahm Teammanager Stephan Busse folglich als Arbeitsauftrag für das Gastspiel des Crefelder HTC morgen (16 Uhr) in der Stadionhalle an der Jahnstraße.

Von der in Düsseldorf verstörend leicht geknackten Verteidigung im "Fünfer-Würfel" werden sich die Neusser morgen wohl ein wenig verabschieden. "Zumindest phasenweise, ähnlich wie gegen den DHC, als wir in der zweiten Hälfte den Torwart rausgenommen haben", konkretisiert Busse. Eine Taktik, die gegen den CHTC allerdings nicht zwangsläufig zum Sieg führen müsse, führt er weiter aus: "Natürlich würden wir die drei Punkte mitnehmen, aber ich bin kein blinder Optimist. Für uns geht es in dieser Partie eigentlich nur darum, uns zu verbessern. Wir wollen uns die nötige Wettkampfhärte für die entscheidenden Duelle mit Schwarz-Weiß Köln und das Rückspiel gegen Düsseldorf holen."

Auch wenn die Neusser in der Vergangenheit gegen Krefeld sowohl in der Halle als auch auf dem Feld selbst als krasse Außenseiter immer wieder erstaunliche Ergebnisse fabriziert haben und die Topleute Niklas Wellen sowie Oskar Deecke mit der deutschen Nationalmannschaft beim World League Finale in Indien im Einsatz sind, wäre alles andere als ein deutlicher Erfolg der Gäste eine Überraschung. In der Vorbereitung trafen beide Mannschaften zweimal aufeinander - Krefeld gewann mit 7:3 und 6:3. Für Busse ist ganz klar: "Das ist ein Kandidat für die Endrunde." Zum Saisonauftakt unterlagen die Schützlinge von Trainer Matz Mahn, die ihre Heimspiele wegen der Flüchtlingsproblematik in Moers austragen müssen, Uhlenhorst Mülheim mit 6:8. Nach 4:2- und 5:3-Führung kassierte der CHTC innerhalb von sieben Minuten die Treffer zum entscheidenden 5:8-Rückstand. Schuldlos daran war beim Comeback Torwart-Legende Christian Schulte, der auch mit 40 Jahren noch bundesligareif ist. "Dass es zur Pause nur 2:2 stand, hatten wir vor allem seiner großartigen Leistung zu verdanken", lobt Mahn den aus Neuss stammenden Olympiasieger. Der ehemalige Weltmeister wäre im vergangenen Jahr beinahe bei Schwarz-Weiß gelandet, hätte ihn Busse nach der Verletzung von Lennard Leist doch vor der Rückkehr von Martin Wagner gerne zu einem Engagement beim damals noch um den Aufstieg ins Oberhaus kämpfenden Zweitligisten bewegt. Noch am Montag hatten die beiden (beruflichen) Kontakt. Busse erinnert sich darüber hinaus schmunzelnd an die regelmäßigen Treffen mit Bratkartoffeln und Salat.

Quelle: NGZ
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