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Lokalsport
HTC SW Neuss macht Lust auf mehr

Neuss. Im Derby der 2. Hockey-Bundesliga schnuppert Schwarz-Weiß sogar am Sieg. Von Dirk Sitterle

Die erste Halbserie ist vorbei, und Hockey-Zweitligist HTC SW Neuss ist auf der Sonnenseite. Im Spitzenspiel brachte der Absteiger aus dem Oberhaus den stark am Aufstieg interessierten Lokalrivalen Düsseldorfer HC vor mehr als 500 Zuschauern mächtig ins Schwitzen, kratzte beim 3:3 (Halbzeit 0:2) sogar am Sieg.

Bis Platz drei in der Hinrunden-Tabelle unter Dach und Fach war, hatten sich die Hausherren freilich schwer ins Zeug legen müssen. Zwar richteten sich die Jungs von Trainer Matthias Gräber vor der Pause komfortabel in der eigenen Hälfte ein, doch die Spielkontrolle lag eindeutig beim DHC. Die 2:0-Führung durch Treffer von Clemens Oldhafer, der bereits in der zehnten Minute HTC-Torhüter Jonas Radeke mit einer freilich haltbaren Strafecke überwand, und Alexander Vogel (19.), dem der dabei nur unzureichend gestörte Jaime Halfmann die Kugel maßgerecht auf den Schläger legte, war darum verdient. "Wir haben zu wenig getan", bemängelte Gräber, dessen Schützlinge in der ersten Hälfte nur durch Sebastian Sellner (Rückhandschuss über das Gestänge/17.) und Sebastian Draguhn (Kurze Ecke/28.) gefährlich wurden. Doch Neuss kann mehr. Während die Gäste (zu verhalten) auf den entscheidenden Punch warteten, machten sich die Schwarz-Weißen mutig ans Werk: Draguhn und Steven Dühr im Nachschuss scheiterten noch an Geburtstagskind Lennard Leist im Kasten des DHC (40.), doch dann begann die wilde Fahrt: Draguhn legte den Ball nach feiner Einzelleistung hart zum 1:2 auf die Kelle Dührs (44.), auf der anderen Seite entschärfte Radeke Oldhafers zweite Strafecke (51.).

Spektakulär der Ausgleich: Nach Dührs Ballgewinn bediente Draguhn den mit hohem Tempo in den Schusskreis gleitenden Oliver Stümpel (55.). Und nur drei Minuten später sicherte Max Hubert den Neussern gedankenschnell die dritte Strafecke. Die führte zunächst nicht zum Erfolg, doch Philipp Weide blieb dran und eröffnete Dühr damit die Chance, in Abstaubermanier zum 3:2 zu vollenden.

Dass der überraschte Titelkandidat den Kopf noch mal aus der Schlinge zog, lag zum einen an den Gastgebern, die sich in der Schlussphase einfach zu viele Fehler erlaubten. Nach üblem Fehlpass von Christoph Martial und folgender Strafecke rettete Radeke noch gegen Oldhafer (60.). Zum anderen haderten die Neusser damit, dass nun alle diskussionswürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter gegen sie ausfielen: So soll Vogels Siebenmeter zum 3:3 (65.) ein Stockfoul vorausgegangen sein, auf der anderen Seite forderte Neuss vergeblich eine Strafecke ein. Dühr sah "Grün".

Quelle: NGZ
 
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