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I do gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen

Lokalsport: I do gewinnt das Kopf-an-Kopf-Rennen
Mit einem Kopf-Vorsprung gewann gestern Abend auf der Galopprennbahn in Neuss I do aus Tirol (r.) mit Rene Piechulek gegen den Bahnspezialisten Kreuz As. FOTO: Klaus-Jörg Tuchel
Neuss. Klaus Kogler holt Sieg nach Österreich. Wettfavorit Newnton Lodge dominiert gestern Abend auf der Neusser Sandbahn. Von Klaus Göntzsche

Schon 100 Meter vor dem Ziel schaute sich der Jockey Patrick Gibson provozierend nach den Gegnern um. Der 1,80 Meter große Reiter saß im Sattel des Wettfavoriten Newnton Lodge, der nach einem Jahr und neun Monaten auch wieder auf der Neusser Sandbahn gewann. Nach seinen drei Erfolgen auf den Grasbahnen dominierte der sechs Jahre alte Wallach nun auch auf Sand. Den Stallwechsel von Vera Henkenjohann in Verl/Ostwestfalen zu Uwe Schwinn nach Beckingen ins Saarland hat er gut verkraftet. Es wird nicht der letzte Erfolg dieses Pferdes auf diesem Untergrund gewesen sein.

Eine halbe Stunde zuvor stand Klaus Kogler aus der 7000 Gemeinde Hopfgarten in Tirol bei der Siegerehrung - und die Rennvereins-Allzweckwaffe Eva-Maria Amdohr freute sich besonders, denn es gab viele Telefonate mit dem Mann aus Österreich. Die Leitungen glühten förmlich zwischen Neuss und Tirol. Fast neun Stunden war er unterwegs mit seinen beiden Pferden Florosso und I do - und es lohnte sich, denn nach einem sehr gut eingeteilten Ritt von Rene Piechulek hatte I do im Ziel einen Kopf-Vorsprung vor dem Bahnspezialisten Kreuz As. Piechulek: "Erst hat er sich schwer getan. Dann habe ich noch einmal die Peitsche auf die andere Seite gewechselt, dann zog er im richtigen Moment an." Klaus Kogler arbeitet in seiner Heimat als Bilderrahmer, ein künstlerischer Beruf. Kogler: "Die Rennpferde sind mein Hobby." Heute Morgen tritt er die Heimreise an und ein erneuter Auftritt in Neuss scheint wahrscheinlich. Für den Sieg von I do gab es 3.000 Euro und Florossos vierter Platz wurde auch noch mit 500 Euro bezahlt. Aber Entfernungen spielen keine Rolle mehr, wenn man gewonnen hat.

Gewonnen hat auch der vier Jahre alte Wallach Vabinsaru im zweiten Rennen. Der Trainer Christian von der Recke hat ihn gestartet, obwohl er noch am Sonntag in Köln auf Gras überzeugend gewann. Zwischendurch wechselte er den Besitzer, denn gestern trug Jockey Alexander Pietsch den Dress des Stalles Walcheren von Patrick, Claudia und Elisa Bücheler aus Marialinden. In der Region Walcheren steht das komfortable Urlaubsgefährt der Familie. Auch dieses Pferd könnte die Besuche der Winter-Rennen noch häufig begleiten. Winterliche Temperaturen herrschten wahrlich gestern am Hessentor und der Ruf nach Glühwein wurde laut. Nach Belgien ging der Sieg im fünften Rennen, denn der Wallach Mex mit Stephen Hellyn gehört dessen Landsmann Peter Lanslots. Ein Neusser Erfolg im Rennsattel wurde im ersten Rennen knapp verhindert, denn Robin Weber (15) verlor mit All Percy nur um eine Nase gegen Dark Fighter mit Tommaso Scardino.

Bei den Sandbahnrennen in Mons-Ghlin (Flandern) gewann Antonow für die Neusser Trainerin Katja Gernreich ein mit 5.000 Euro für den Sieger dotiertes Rennen. Der nächste Renntag in Neuss findet am Dienstag, 20. Oktober statt. Am Freitag beginnt in Baden-Baden/Iffezheim das Herbstmeeting mit Auktion am Samstag.

Quelle: NGZ
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