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Ioannidis' Geniestreich reicht SCK nicht

Lokalsport: Ioannidis' Geniestreich reicht SCK nicht
War der beste Mann auf dem Platz, überzeugte mit Flankenläufen und einer Torvorlage, durfte sich am Ende aber dennoch nicht über drei Punkte freuen: Kapellens Germanos Ioannidis (r.), hier im Duell mit Felix Eßer. FOTO: Georg Salzburg
Kapellen. Landesliga: Nach dem 1:1-Remis waren beide Trainer unzufrieden. Kapellen mit mehr Ballbesitz, aber zu einseitigem Flügelspiel. Jüchen hat beim Ausgleichstreffer Glück, verdient sich aber den Punkt und hatte sogar den Sieg auf dem Fuß. Von Patrick Radtke

Eins einte Michele Fasanelli und Oliver Seibert nach Abpfiff des Premierenduells des SC Kapellen und des VfL Jüchen/Garzweiler in der Landesliga: Mit dem 1:1-Remis (Halbzeit 1:1) waren die beiden Fußballtrainer nicht zufrieden: "Vor dem Spiel wäre ich einverstanden gewesen. Nun ärgere ich mich aber. Wir müssen eigentlich gewinnen", sagte Jüchens Fasanelli. Anders sah dies sein Gegenüber: "Ich denke, ein Sieg für uns wäre in Ordnung gewesen. Wir hatten einige Situationen, in denen wir uns in der gegnerischen Hälfte aufdrehen konnten, uns aber der letzte Pass gefehlt hat. Das Chancenplus und die Spielanteile sprachen für uns", so Seibert.

Jüchens Grundordnung im 4-2-3-1 war nichts Ungewohntes, dass Mohamed Chaibi und Manuel Sousa die zentralen Offensivpositionen besetzten, war aber überraschend. Der SCK wollte über Dennis Schreuers und Germanos Ioannidis auf außen Druck aufbauen, im Sturmzentrum wurde auf die Körperlichkeit von Philip Suhr gesetzt, der eigentlich in der Abwehr beheimatet ist.

Nach einer zehnminütigen Phase des Abtastens übernahm Kapellen das Kommando. Vor allem die linke Seite von Ioannidis und Mark Schiffer machte dabei immer mehr auf sich aufmerksam und initiierte gute Angriffssituationen. So war es auch Schiffer, der mit einem Distanzschuss die erste Chance der Partie für sich zu verbuchen hatte. Vorne versuchte der SCK, die Lücken zu finden, hinten musste er auf die schnellen Konter der Jüchener aufpassen, bei denen jedoch zu häufig der letzte Pass nicht ankam.

Nach einer halben Stunde hätte Kapellen nach einer Flanke von Ioannidis auf Suhr, der nur knapp verpasste, in Führung gehen können, nur vier Minuten später machte es Raddatz besser. Erneut war es der an diesem Tag überragende Ioannidis, der den Treffer mit einem Lupfer über die Abwehr einleitete. Raddatz nahm im Strafraum die Kugel direkt aus der Luft und legte sie sehenswert ins Netz. Der Treffer sorgte für eine Wende. Nun mussten die Gäste drücken und der SCK konnte kontern. Raddatz scheiterte mit einem Heber knapp, ehe sich Konstantine Jamarishvili ein Herz fasste, drei Gegenspieler narrte und aus der Distanz einfach mal abzog. Der eigentlich ungefährliche Schuss wurde abgefälscht und trudelte am machtlosen Christopher Möllering vorbei zum Ausgleich ins Tor. Und weil Robert Wilschreys Kopfball unmittelbar vor Pausenpfiff knapp am Tor vorbeiging, ging es mit einem Gleichstand in die Kabinen. Gehörte die erste Hälfte also eher dem SCK, war die zweite völlig offen. Zunächst vergab Suhr eine gute Kopfballchance (62. Minute), dann profitierte Jüchen immer häufiger von Kapellens Fehlpässen und hätte in der 70. Minute auf 2:1 stellen müssen: Nach Ballgewinn liefen vier Gäste gegen einen Verteidiger und Möllering auf das Tor zu. Chaibi verpasste jedoch den Moment zum Abspielen, so dass Jamarishvili im Abseits stand - eine Situation mit der Fasanelli nach dem Abpfiff noch haderte, bezeichnete er genau diese beiden Spieler doch als seine "technisch stärksten Kicker".

Kapellen spielte in dieser Situation mit dem Feuer, riss sich in der Schlussphase aber noch einmal zusammen und hätte beinahe doch noch jubeln dürfen: Einen Raddatz-Freistoß ließ Olcay Türkoglu nur nach vorne prallen, direkt auf den eingewechselten Dimitrios Balis. Dieser konnte aber nicht mehr reagieren, so dass der Ball von ihm über das Tor ging. So blieb es beim 1:1.

Quelle: NGZ
 
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