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Jetzt ist die Landesliga top

Lokalsport: Jetzt ist die Landesliga top
Die Landesliga-Saison beginnt. FOTO: Hubert Wilschrey
Rhein-Kreis. Im SC Kapellen hat nun auch der letzte Vertreter des Fußball-Kreises 5 die Oberliga verlassen. Interessant könnte es aber auch in der neuen Umgebung werden, warten dort doch Klasseteams wie der SC Velbert und der TSV Meerbusch. Von Dirk Sitterle

Lang, lang ist's her: Von 2001 (Abstieg des VfR 06 Neuss) bis 2004 (Aufstiege des SC Kapellen und des TuS Grevenbroich) stellte die Landesliga die höchste Spielklasse für den Fußballkreis Grevenbroich/Neuss dar. Damals schickte der Kreis 5 in Kapellen (Meister), Grevenbroich (Vizemeister), Bayer Dormagen (3.), Grevenbroich-Süd (6.) und im VfR Neuss (Tabellenletzter) aber immerhin fünf Klubs ins Rennen. In der Saison 2017/2018 sind es in Oberliga-Absteiger SC Kapellen, dem VdS Nievenheim und dem erst auf den letzten Drücker geretteten VfL Viktoria Jüchen/Garzweiler nur drei.

Dieses Trio hat sich mit diesen Konkurrenten herumzuschlagen. Die Titelkandidaten Im FSV Vohwinkel, dem Düsseldorfer SC 99 und im 1. FC Monheim hat sich das Spitzentrio der vergangenen Saison in die Oberliga abgesetzt. Das macht den SC Velbert, im Vorjahr nur zwei Punkte hinter Monheim als Vierter durchs Ziel gegangen, irgendwie zum logischen Topkandidaten auf den Aufstieg. "Die sind jetzt einfach mal dran", findet Toni Molina, der mit dem von ihm trainierten TSV Meerbusch genau wie der SCK (beide Vereine stiegen aus der Oberliga ab) ebenfalls hochgehandelt wird.

Dagegen wehrt sich Kapellens Ex-Trainer erst gar nicht - trotz eines kompletten Umbruchs. "Es ist ja wohl logisch, dass der TSV Meerbusch mit seinen Möglichkeiten eher in die Oberliga gehört." Die Verfolger Hinter dem vermeintlichen Spitzentrio gibt es eine ganze Reihe von Kandidaten, die ebenfalls vorne mitspielen sollten: Angeführt wird die Liste vom 1. FC Mönchengladbach. Für viele Experten gilt der jetzt von Markus Horsch und Wolfgang Brück (kam wie Marcel Lüft aus Kapellen) trainierte ehemalige Oberligist sogar als Geheimtipp.

Größter Wertschätzung erfreuen sich zudem Union Nettetal um den jungen Trainer Andreas Schwan (32) sowie die Neulinge FC Remscheid - nach dem Experiment mit "Dschungel-König" Thorsten Legat kehrte der einstige Zweitligist in souveräner Manier (86 Punkte, 111 Tore) in die Landesliga zurück - und MSV Düsseldorf mit Coach Mohamed Elmimouni (war in der Saison 2013/14 unter Chiquinho als Co-Trainer in Kapellen tätig), der allerdings in Alon und Ben Abelski sowie Hakan Orhan seine drei besten Torschützen vermissen wird.

Die Stressfreien Der ASV Süchteln, nach drei Jahren zurück in der Liga, sollte ebenso nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen wie die unangenehm zu spielenden VSF Amern und die SSVg Heiligenhaus. Der 1. FC Viersen gehört seit seinem freiwilligen Rückzug aus der damaligen Niederrheinliga quasi zum Inventar und ist damit quasi unabsteigbar. Unmöglich einzuschätzen ist in seinem zweiten Jahr der ASV Mettmann, der einen Mega-Umbruch (18 Spieler gingen, 18 neue Spieler kamen) zu stemmen hat.

Die Gefährdeten Eng könnte es derweil für die SpVgg. Odenkirchen werden. Auch der TSV Meerbusch II (hatte viele Akteure an die Erstvertretung abzustellen), der erst in der Relegation gerettete VfL Benrath und der abbauende Rather SV (mit dem Ex-Kapellener Talha Demir) müssen sich in Acht nehmen. Die Topspieler Der vielleicht beste, mit Sicherheit aber torgefährlichste Kicker der Liga trägt das Trikot des SC Velbert: Robin Hilger markierte in den beiden vergangenen Spielzeiten jeweils 30 Tore, in der Saison 14/15 waren es 26.

Dabei ist der Stürmer gerade mal 21 Jahre alt. Weil er familiär fest an den SC gebunden ist, widerstand er bislang allen Verlockungen der Konkurrenz - auch des prominenten Nachbarn SSVg Velbert. Lennart Ingmann ist ohne Zweifel der talentierteste Fußballer der Liga, startet in Meerbusch indes bereits seinen dritten Neuanfang - und das mit 21 Jahren! Nach seinen fünf Jahren im Nachwuchsbereich des FC Bayern München wurde er weder beim FC Wegberg-Beeck noch in Kapellen glücklich.

Höchst interessant ist auch das Comeback von Sven Raddatz beim SC Kapellen mit 32 Jahren.

Quelle: NGZ
 
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