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Jetzt muss morgen Sieg über Springe her

Dormagen. Mit dem 24:25 in Saarlouis kassiert der TSV Bayer Dormagen gestern Abend die vierte knappe Niederlage in Folge. Jetzt braucht der Handball-Zweitligist morgen einen Sieg, um die geforderten zwei Punkte aus dem Doppelspieltag zu holen. Von Volker Koch

Hätte Sebastian Damm nicht zwei Sekunden vor Schluss seinen achten Treffer am gestrigen Abend erzielt, der TSV Bayer Dormagen hätte bei der HG Saarlouis die vierte Zwei-Tore-Niederlage in Folge kassiert. So "verbesserte" sich der Handball-Zweitligist gegenüber den voraufgegangenen Partien um ein Tor, stand nach dem 24:25 (Halbzeit 13:14) trotz einer über weite Strecken starken Leistung aber wieder mit leeren Händen da.

Jetzt muss morgen (Anwurf um 17 Uhr im Bayer-Sportcenter, Karten gibt es ab 15.30 Uhr an der Tageskasse) ein Sieg über Aufsteiger HF Springe her, um die von Trainer Jörg Bohrmann geforderten zwei Punkte aus dem ersten Doppelspieltag der Saison einzufahren. Was kein Selbstläufer wird, "denn Springe ist eine körperlich starke Mannschaft, die uns in dieser Hinsicht alles abverlangen wird", ist der TSV-Trainer überzeugt. Gestern unterlag der Neuling um den Ex-Dormagener Oliver Tesch in einem stets engen Spiel mit 26:28 gegen den SV Henstedt-Ulzburg.

Ähnlich eng ging es vor 1325 Zuschauern gestern Abend auch in der Halle am Stadtgarten zu. Die Partie begann mit einer viertelstündigen Verspätung, weil die Dormagener erst um 19 Uhr in Saarlouis eingetroffen waren. Nachdem der Mannschaftsbus bei der Abfahrt vom Höhenberg gestern Mittag seinen Dienst versagte, stiegen die Dormagener auf kurzfristig georderte Mietwagen um.

Das tat ihrer Leistung jedoch keinen Abbruch. Gestützt auf eine auch ohne Dennis Marquardt stabile Abwehr und einen Sven Bartmann, der mit seinen 13 Paraden erneut bewies, dass er zu den besten Torhütern der Zweiten Liga gehört, boten die Gäste der zu Hause noch ungeschlagenen HG Saarlouis von Beginn an Paroli, auch wenn die zunächst mit 5:2 in Führung gehen konnte. Beim 13:13 durch einen Siebenmeter des am Ende mit 8/4 Treffern erfolgreichsten Torschützen Sebastian Damm konnten die Dormagener 58 Sekunden vor dem Pausenpfiff der umsichtigen Schiedsrichter Horath/Hofmann erstmals ausgleichen, nachdem sie bereits 8:11 und 10:13 zurückgelegen hatten.

Das Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich auch nach der Pause fort, allerdings schafften es die Gäste nicht ein Mal, in Führung zu gehen. Die Vorentscheidung fiel dann nach 38 Minuten, als die Dormagener elf Spielminuten ohne Treffer blieben, was die Hausherren nutzen, um sich von 18:17 auf 21:17 abzusetzen. "Da war auch viel Pech mit einigen Pfostentreffern dabei", resümierte Pressesprecher Detlev Zenk, "stark war, dass die Jungs trotzdem nie aufgesteckt haben." So kämpften sich die Dormagener, bei den der 17-jährige Eloy Morante Maldonado seine ersten beiden Zweitliga-Tore erzielte, wieder bis auf 21:23 (53.) durch Peter Strosack heran. Jo-Gerrit Genz gelang 131 Sekunden vor Schluss sogar der Anschlusstreffer zum 23:24, doch mit seinem einzigen Tor brachte der aus Erlangen gekommene Linksaußen Martin Murawski die HG Saarlouis endgültig auf die Siegesstraße - seinen Treffer zum 25:23 42 Sekunden vor dem Ende konnten die Dormagener nicht mehr wettmachen, Damm gelang nur noch Ergebniskosmetik.

Quelle: NGZ
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