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Jetzt wird es für Schwarz-Weiß ganz schwer im Abstiegskampf

Lokalsport: Jetzt wird es für Schwarz-Weiß ganz schwer im Abstiegskampf
Auf dem Boden: Philipp Weide traf beim Comeback zum 4:2, unterlag mit dem HTC SW Neuss in Köln jedoch mit 4:8 FOTO: Andreas Woitschützke
Neuss. Hallenhockey-Erstligist aus Neuss unterliegt im Kellerduell SW Köln nach 4:2-Führung mit 4:8. Von Dirk Sitterle

War's das schon für den HTC SW Neuss im Kampf um den Klassenverbleib in der Hallenhockey-Bundesliga? Im vorentscheidenden Match der beiden bis zum Wochenende allein noch punktlosen Teams der Gruppe West zog das Schlusslicht beim Neuling Schwarz-Weiß Köln mit 4:8 (Halbzeit 2:2) den Kürzeren und hat damit weiter drei Punkte Rückstand auf den rettenden fünften Platz. Den belegt der Düsseldorfer HC, dem die Neusser am ersten Spieltag mit 3:9 unterlegen waren.

Die Kölner, die am Tag zuvor gegen den Play-off-Kandidaten Crefelder HTC sogar am Heimsieg geschnuppert hatten - der Treffer zum 7:7-Endstand gelang den Gästen per Strafecke von Patrick Schmidt erst in der Schlussminute - gingen vor rund 400 Zuschauern durch Lukas Katterbach in Führung. Danach nutzte Kapitän Ivo Otto zwei Strafecken (19./24.), deren Verwertung bislang nicht unbedingt zu den Stärken der Neusser gehört hatten, zum 2:1. Ärgerlich: Unmittelbar vor der Halbzeitsirene gelang den Domstädtern, die zuvor mit Timo Leichenich einen Siebenmeter vergeben hatten, wiederum durch Katterbach der 2:2-Ausgleich.

In Hälfte zwei schienen die erfahrenen Gäste die von Taktik geprägte Partie in den Griff zu bekommen, denn mit einem Doppelschlag sorgten Christoph Martial (40.) und der nach langer Verletzungspause aufs Feld zurückgekehrte Philipp Weide (41.) für einen 4:2-Vorsprung. "Und wir hatten sogar die große Chance, mit dem 5:2 den Sack zuzumachen", sagte der während der Spiele als Trainer fungierende Teammanager Stephan Busse, der bis dahin eine "Leistung mit Herz und allem, was dazugehört", gesehen hatte. Haarsträubende Fehler der Neusser, bei denen gestern auch der Niederländer Roderick Musters mitwirkte, ebneten dem Aufsteiger allerdings den Weg zum Sieg: Alexander Voges verkürzte auf 3:4 (44.), binnen drei Minuten markierten Bela Mayer (50./51.) und Kai Aichinger (53.) die Treffer zum 6:4 für Köln. Der HTC ersetzte daraufhin Torhüter Martin Wagner durch einen weiteren Feldspieler - doch Axel Schmitz musste mit "Gelb" auf die Bank. In Unterzahl griff Neuss unverdrossen an und musste noch zwei weitere Tore Aichingers (58./60.) schlucken.

Busse: "Das müssen wir jetzt erst mal sacken lassen. Wir schenken natürlich nicht ab, aber um jetzt noch an den Klassenerhalt zu glauben, musst du schon ein großer Optimist sein. " Ein klassisches Eigentor hatten die Neusser bereits am Freitagabend geschossen. Um vor dem Gang in die "Höhle des Löwen" einen ganzen Tag frei zu haben, war die Partie beim Tabellenführer RW Köln vorgezogen worden. Da indes fast alle Spieler des Kaders im Beruf stehen, erreichte der letzte Akteur die Halle in Müngersdorf erst eine halbe Stunde vor dem Anpfiff. Nicht unbedingt die beste Vorbereitung auf ein Duell mit einem Kontrahenten, dessen Truppe mit voll austrainierten Hochkarätern besetzt ist. "Die könnten in der Halle zwei Mannschaften nur mit Nationalspielern aufstellen", sagt Teamchef Carlos Navarette. Folglich ging die Partie deutlich mit 3:18 verloren.

Danach sah sich Navarette bestätigt: "Wir sind halt eine sehr alte Mannschaft und haben in Sachen Athletik einiges nachzuholen." Positiv vermerkte er immerhin den Auftritt von Jan Mausberg (17). "Er hat zwar einen Siebenmeter verursacht, ansonsten aber gut gespielt."

Quelle: NGZ
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