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Lokalsport
Jüchen biegt in Oberhausen auf die Zielgerade ein

Rhein-Kreis. Landesliga: VfL kann den Klassenerhalt perfekt machen, beim VdS übernimmt Georg Funck den Job von Rainer Kotirre. Von Patrick Radtke

Zwei Wochen hatten die Fußballer des VfL Jüchen-Garzweiler Pause, bevor am Sonntag mit der Partie gegen Blau-Weiß Oberhausen der Endspurt in der Landesliga angepfiffen wird. Die Ausgangssituation im Abstiegskampf ist drei Spiele vor Saisonende gut - doch bei einer Niederlage im Ruhrpott würden die Alarmglocken wieder ganz laut klingeln.

Dennoch ist es ein positiver Druck, der auf dem Team von Sebastian Muyres und Philipp Reichartz lastet, denn mit einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage des FC Remscheid bei Arminia Klosterhardt, wäre der Klassenerhalt perfekt. "Während der 90 Minuten wird nicht nach Remscheid geguckt. Es wäre Weltklasse, wenn wir das vor dem Lokalduell gegen Nievenheim nächste Woche perfekt machen könnten. Wir sind heiß", sagt Muyres. Dass ein Sieg gegen Oberhausen kein Hexenwerk ist, zeigte schon das Hinspiel. Dort lag Jüchen mit 0:2 zurück, ehe Thorben Schmitt zur Halbzeit eingewechselt wurde und den VfL mit drei Vorlagen zum Sieg führte.

Auch die Ergebnisse aus der jüngeren Vergangenheit sprechen nicht gerade für Blau-Weiß. Von den vergangenen zehn Ligapartien gingen sieben verloren, dabei setzte es 32 Gegentreffer. Vorsicht ist dennoch geboten: Oberhausen hat 23 der 31 Zähler auf dem engen, heimischen Platz gesammelt und besitzt in Ümit Ertural ein Faustpfand. "Auf ihn müssen wir besonders aufpassen. Mit über 20 Hütten hat er eine ordentliche Hausnummer abgegeben", warnt Muyres.

Über den Klassenerhalt der Jüchener würden sie sich auch beim VdS Nievenheim freuen: "Es ist schöner, Lokalderbys zu spielen, als irgendwo in die Walachei zu fahren. Wenn Jüchen drinbleibt und auch noch Bayer Dormagen hinzukommt, wäre das super. Nichtsdestotrotz werden wir dem VfL alles abverlangen und das Spiel nicht herschenken", sagt Co-Trainer Sinan Muslu. Vorher empfängt Nievenheim als Tabellensiebter aber noch den SC Velbert. Der Gegner hat rein rechnerisch noch eine Minimalchance, den Cronenberger SC vom Relegationsplatz um den Aufstieg in die Oberliga zu verdrängen -allzu realistisch ist dieses Szenario aber nicht. Die Dormagener interessiert der Gegner wenig: "Wenn wir unsere Leistung abrufen, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft zu verstecken. Wir haben Kraft getankt und wollen noch unter die ersten Sechs kommen", so Muslu.

Im Hinspiel reiste der VdS mit einer 0:3-Niederlage zurück - und das, obwohl Velberts Toptorjäger Robin Hilger gar nicht traf. Darauf können sich die Grün-Weißen nicht verlassen, denn aktuell ist Hilger wieder in Topform: In den vergangenen acht Partien erzielte er neun Tore. Nur ein Tor weniger lautet die Bilanz von Nievenheims Alexander Hauptmann im gleichen Zeitraum.

Derweil gibt es Neuigkeiten: Rainer Kotirre, langjähriger Geschäftsführer des Vereins, stellte sich auf der Generalversammlung der Fußballabteilung nicht zur Wiederwahl, Georg Funck, der gleichzeitig auch Jugendleiter bleibt, übernimmt den Job. Muslu: "Georg Funck passt zu unserer Philosophie. Wir wollen die jungen Spieler einbauen. Er kennt den Verein von Klein auf. Das kann nur positiv sein".

Quelle: NGZ
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