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Fußball
Jüchen holt sich den Titel in der Halle

Fußball: Jüchen holt sich den Titel in der Halle
Mal wieder Grund zum Feiern: Der VfL Jüchen/Garzweiler, der erst im Sommer über den Aufstieg in die Landesliga jubelte, ist der elfte Verein, der in der 28-jährigen Geschichte der Kreishallenmeisterschaft den Pokal in die Höhe stemmen darf. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Der Landesligist krönt sich nach einem 5:4 gegen den TuS Grevenbroich erstmals zum Kreishallenmeister. Beim engsten Turnier seit langem mussten neben dem Endspiel auch beide Halbfinals per Neunmeterschießen entschieden werden. Von Christos Pasvantis

Klar, es gibt schönere Wege als ein Neunmeterschießen, um einen Titel zu gewinnen. Doch vor allem dank eines ganz starken Tom Watollas im Tor hat Landesligist VfL Jüchen/Garzweiler die 28. Auflage des Heribert-Cahsor-Gedächtnisturniers im Dormagener TSV-Sportcenter für sich entschieden. Der Schlussmann parierte im Endspiel gegen Bezirksligist TuS Grevenbroich gleich zweimal und sorgte für einen 5:4-Erfolg.

"Tom war für mich der überragende Spieler des Turniers", fand nicht nur Siegtrainer Hermann-Josef Otten, dessen Verein sich erstmals zum Kreishallenmeister kürte. Auch mit seinen Feldspielern war er zufrieden: "Die Jungs haben es richtig gut gemacht. Es ist zwar schade, dass die Entscheidung auf diese Art und Weise fallen musste, aber für unseren Verein ist das eine ganz tolle Sache."

Jüchen, das sich in der Gruppenphase noch schwer getan hatte, wurde für ein aggressives Pressing im Endspiel schnell belohnt, als Alexander Barth einen Ballverlust von Lars Faßbender trocken zur Führung nutzte (2.). Tim Allroggen machte dies in bester Abstaubermanier allerdings schnell wieder gut (4.), so dass sich ein bis zum Schlusspfiff völlig offenes Spiel entwickelte. Während Thorben Schmitt für Jüchen zweimal viel ungenauer zielte, als man es vom Stürmer gewohnt ist, scheiterten für Grevenbroich sowohl Simon Gojtowski an Watolla als auch Serkan Pacali am Pfosten. Zu wenig, wie Ralf Bedürftig, sportlicher Leiter des TuS, fand: "In meinen Augen war das von beiden Mannschaften viel zu vorsichtig. Wir hätten da durchaus mehr Risiko gehen können, dann hätte es vielleicht auch mehr Torchancen gegeben." Einen Vorwurf konnte er seinem Team davon abgesehen aber nicht machen: "Das Spiel war völlig offen, im Neunmeterschießen ist es dann halt Glückssache." Nachdem Pacali und Mike Allroggen jeweils an Watolla scheiterten, schoss Yannick Peltzer den VfL zum Titel. "Wir haben solide gespielt und waren vor allem effektiv. Das hat am Ende gereicht", fand Otten.

Sein Glück hatte sein Team eigentlich schon im Halbfinale ausgereizt, als es gegen den FC Delhoven (Kreisliga A) nach 16 Minuten ebenfalls Unentschieden stand. Ein von Barth ganz stark für Manuel Sousa aufgelegtes und ein von Barth selbst erzieltes Tor reichten nicht, weil im Gegenzug Florian Jeschke und erst zehn Sekunden vor Spielende Michael Busch trafen. Wieder war dann auf Watolla verlass, der gegen Mick und Tim Dziggel hielt. FC-Trainer Sascha Querbach trauerte dem Spiel nicht hinterher: "Klar ist es blöd, so auszuscheiden, ich bin aber absolut zufrieden. Es war das ausgeglichenste Turnier seit vielen Jahren. Wir waren jetzt dreimal in Folge im Halbfinale, das liest sich ganz gut."

Der TuS trennte sich vom FC Zons (Kreisliga A) ebenfalls vorerst 1:1, der Zonser Pepe Castorino war der einzige, dem vom Punkt die Nerven versagten, Giovanni Demme brachte Grevenbroich ins Endspiel. Dieses verpasste Titelverteidiger SG Kaarst übrigens klar, in Gruppe B blieb dem Bezirksligisten hinter Delhoven, Zons und der Türkischen Jugend Dormagen (Kreisliga B) nur der letzte Platz. "Das war leider deutlich schlechter als letzte Woche. Ich muss aber auch sagen, dass alle Gegner viel Qualität mitgebracht haben", fand SG-Trainer Dirk Schneider. Zwischen den punkt- und torgleichen Zonsern und der Türkischen Jugend musste die Entscheidung über das Weiterkommen - wie auch sonst - ebenfalls per Neunmeter fallen. "Ausgerechnet gegen den technisch stärksten Gegner haben wir unser einziges Spiel gewonnen", lobte Schneider die Dormagener.

In Gruppe A schrammte B-Ligist DJK Hoisten, der in der Vorrunde den VdS Nievenheim und die DJK Gnadental ausgeschaltet hatte, mit vier Punkten nur haarscharf an der Halbfinalteilnahme vorbei. Bei der 2:3-Niederlage gegen den TuS fehlten nur wenige Sekunden und Hoisten wäre statt dem späteren Turniersieger weitergekommen. Der SV Bedburdyck/Gierath, Tabellenführer der Kreisliga A, schied ohne jeglichen Punkt aus.

Quelle: NGZ
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