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Kaarster Konter sitzen

Lokalsport: Kaarster Konter sitzen
Zu schnell für seine Gegner: Dennis Brune (r.) entwischte Michael Maschkes Uedesheimern ein ums andere Mal und erzielte beide Tore. FOTO: a. woitschützke
Uedesheim. Im Bezirksliga-Duell setzt sich die SG mit 2:0 beim SV Uedesheim durch, der den reihenweise vergebenen Torchancen hinterhertrauert. Von Christos Pasvantis

An manchen Tagen scheint ein Fußballtor einfach wie vernagelt zu sein. Der SV Uedesheim hätte bei der 0:2-Niederlage (0:1) im Spitzenspiel gegen die SG Kaarst gestern trotz bester Möglichkeiten wohl noch weitere 90 Minuten anlaufen können, ohne den japanischen Schlussmann Keisuke Ishibashi im Tor der Gäste zu überwinden. "Solche Tage hast du einfach manchmal. Wir haben in dieser Saison auch schon unverdiente Punkte geholt, heute wäre dafür mindestens einer gerecht gewesen", fand SVÜ-Trainer Guido Kopp.

Dessen Elf zeigte zwar eine balldominante Vorstellung, schaffte es aber nicht, sich für seine Überlegenheit vor allem in der zweiten Hälfte zu belohnen und lief mehrfach ins offene Messer. Denn Kaarst positionierte sich tief und lauerte auf Konter, für die sie in Flügeldribbler Dennis Brune den perfekten Spieler in ihren Reihen haben. Beim zu diesem Zeitpunkt glücklichen 1:0 entwischte Brune, der vor einer Woche noch im Paulaner-Cup gegen den FC Bayern kickte, seinen Gegenspielern problemlos und blieb vor dem Tor eiskalt (33.). In Hälfte zwei traf er wieder unmittelbar nach Ballgewinnen zweimal den Pfosten (48./86.), bevor er in der Nachspielzeit nach starker Vorarbeit seines nach fast zweimonatiger Verletzungspause eingewechselten Pendants Yuhi Hayahmi auch den 2:0-Endstand markierte. "Unser Umschaltspiel war heute herausragend", lobte Gästecoach Dirk Schneider.

Das ließ sich von seiner Abwehr zumindest in der zweiten Hälfte nicht mehr behaupten, auch wenn Schneider festhielt: "Lange Zeit standen wir sehr sicher und kompakt. In zwei, drei Situationen hatten wir natürlich Glück, da waren wir unsortiert." Wie wenig Uedesheim allerdings mit seinen glasklaren Torchancen anfangen konnte, war schier unglaublich. Lars Wyschanowski, Mo Salou und besonders kläglich Hussein Hammoud brachten es allesamt fertig, den Ball aus weniger als zehn Metern völlig freistehend nicht im Kaarster Kasten unterzubringen.

Die SG, die nach zuvor fünf Niederlagen in sieben Spielen bewies, dass sie mit ihrer Klasse vor allem im Mittelfeld zu den unangenehmsten Gegnern der Liga zählt, bleibt damit zumindest im Dunstkreis der Spitzengruppe. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die den Sieg heute unbedingt gewollt hat. Nach den letzten Wochen war auch ein bisschen Unsicherheit dabei, aber der Sieg heute geht für mich in Ordnung", sagte Schneider. Uedesheim gewann seinerseits nur eins der letzten fünf Pflichtspiele, es war erst das zweite Saisonspiel ohne eigenen Treffer. Mit der gesehenen Leistung war Trainer Kopp aber trotzdem zufrieden: "Ich kann dem Team überhaupt keinen Vorwurf machen, wir haben gut gespielt. Kaarst ist eine richtig gute Mannschaft und hätte das Spiel schon früh entscheiden können. Ich glaube, dass wir heute ein gutes Bezirksliga-Spiel gesehen haben, in dem wir leider die Tore nicht gemacht haben."

Quelle: NGZ
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