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Kapellen hakt missraten Startauftritt ab

Lokalsport: Kapellen hakt missraten Startauftritt ab
Gegen Hilden kam Lennart Ingmann (M.) erst in der 67. Minute - am Sonntag könnte der Ex-Bayer von Anfang an gemeinsam mit Benny Schütz (r.) die freigewordenen Stellen als "Sechser" besetzen. FOTO: Andreas Woitschützke
Kapellen. Die 1:2-Pleite im ersten Spiel der Fußball-Oberliga nach der Winterpause gegen Hilden ist aufgearbeitet. Im Heimspiel gegen den SC Düsseldorf-West will Trainer Wolfgang Brück eine deutlich aggressivere Vorstellung seiner Jungs sehen. Von Dirk Sitterle

Wolfgang Brück liebt lange Spaziergänge mit seinem Collie-Mischling Rusty. Die machen den Kopf frei - und helfen damit auch bei der Bewältigung von Problemen. Nun ist Fußball, Gott sei Dank, nicht alles im Leben des 48 Jahre alten Kraft- und Fitnessenthusiasten, doch weil seine mit einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage angetretenen Schützlinge am vergangenen Sonntag gegen den VfB Hilden (1:2) überraschend schwach aus der Winterpause gekommen waren, gab es für den Trainer des Oberligisten SC Kapellen schon eine Menge zu bedenken. Schließlich steht gleich am Sonntag (Anstoß 15 Uhr) das nächste Heimspiel auf dem Plan. Zu Gast im Erftstadion ist der Neuling SC Düsseldorf-West.

Die Benennung der zum Auftakt aufgetretenen Fehler bereitete dem zu Beginn des Jahres vom Co- zum Cheftrainer aufgestiegenen Belgier dabei keine Probleme: "Kein Tempo, keine Aggressivität, zu drucklos. Die Einstellung hat einfach nicht gestimmt - und darüber werden Spiele entschieden." Gar nicht gefallen haben ihm auch die Disziplinlosigkeiten seiner frustrierten Truppe am Ende der Begegnung. "So darfst du nicht die Nerven verlieren." Die Folgen sind nämlich gravierend: Frederik Leufgen und Dalibor Cvetkovic holten sich jeweils ihre fünfte Gelbe Karte ab und sind damit für Sonntag gesperrt. Ebenfalls nicht dabei sein werden George Madatsidis (Ampelkarte) und Kani Taher, der nach seinem Platzverweis wegen Schiedsrichterbeleidigung nun länger ausfällt. Für seinen Aussetzer hat sich der afghanische Nationalspieler inzwischen auch bei der Mannschaft entschuldigt. Damit ist für Brück die Niederlage gegen Hilden abgehakt. "Natürlich hätte es nicht schlimmer kommen können, aber das alles ist aufgearbeitet und muss in der Kabine bleiben."

Prekär ist die Lage vor allem auf der wichtigen Position des Sechsers: Da in Kani Taher und Frederik Leufgen die Hauptdarsteller ausfallen, müssen wohl Benny Schütz und Lennart Ingmann aushelfen. Beide sind allerdings in offensiveren Rollen deutlich wertvoller für den SCK. Dort fehlt im chronisch angeschlagenen Andrej Hildenberg ohnehin schon eine ganz wichtige Kraft.

Brück überlegt nun, in Maurice Girke und Jan Bresser zwei Akteure aus der eigenen Bezirksliga-Vertretung anzufordern. Gerne hätte er auch Sven Raddatz dabei, doch der langjährige Leistungsträger der ersten Mannschaft steht aufgrund seiner Rückenprobleme nicht zur Verfügung. Schwierigkeiten, die die stets optimistische Grundhaltung des Trainers jedoch nicht beeinflussen. "Das wird schon", sagt er, weiß aber auch: "Wir müssen punkten, sonst hat das Auswirkungen auf die Stimmung."

Alle andere als rund läuft es freilich auch beim Gegner. Von den vergangenen 14 Partien gewann der so gut gestartete Aufsteiger nur zwei, dazu kommen fünf Unentschieden und sieben Niederlagen. In der Winterpause legte der Tabellenzwölfte nach: Zu Ryutaro Omote kamen in Yuto Nakamura (zurück aus Uerdingen) sowie Shunya Hashimoto zwei weitere Japaner nach Oberkassel. Wie Jusuf Kilic (Westfalia Herne/Westfalenliga) und Marcel Ewertz (zurück vom FSV Salmrohr/Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar) liefen sie am Sonntag gegen Schwarz-Weiß Essen auf. Die Partie ging allerdings mit 1:3 verloren, zudem sah Shunya Hashimoto wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Unabhängig davon missfällt Trainer Marcus John der neue Geist in seiner Mannschaft: "Bei uns hat sich eine gewisse Zufriedenheit eingeschlichen."

Quelle: NGZ
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