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Kapellen hat schon die neue Saison im Blick

Lokalsport: Kapellen hat schon die neue Saison im Blick
In der Sommervorbereitung kam Kenta Hara beim 6:1-Sieg des Oberligisten FC Monheim über die SG Kaarst zum Einsatz. FOTO: R. Matzerath
Kapellen. Der Fußball-Landesligist hat in der Winterpause gleich sechs neue Spieler verpflichtet. Nur Aziz Afkir sagt der Mannschaft traurig ade.

Wenn der Fußball-Landesligist SC Kapellen am Montag mit dem Testspiel gegen den TuS Grevenbroich (19.30 Uhr in Neukirchen) in die Vorbereitung startet, werden gleich sechs neue Gesichter im schwarz-gelben Dress zu sehen sein.

In Maximilian Steinebach kommt ein 23 Jahre alter Offensivmann vom Ligakonkurrenten Rather SV, der in den vergangenen Jahren verletzungsbedingt kaum auf sich aufmerksam machen konnte. "Ein pfeilschneller Außenbahnspieler", weiß Trainer Oliver Seibert. Der 20-jährige Maximilian Kuznik konnte sich beim Oberligisten SSVg Velbert nicht durchsetzen und soll die Offensive verstärken. Der Grieche Nikos Siampanis spielte zuletzt in seiner Heimat, trainiert bereits seit dem Sommer in Kapellen mit und ist ab sofort spielberechtigt. Weitere Alternativen für die Offensive sollen der Japaner Kenta Hara vom 1. FC Monheim und der aus der Kapellener Jugend stammende Fatih Sakar sein. Dazu kommt Torhüter Alen Arnautovic, der einst in der U19 der TSG Hoffenheim spielte und seitdem eine wahre Odyssee hinter sich hat: Der SCK ist schon sein zwölfter Verein, seit er Hoffenheim 2008 verließ. "Ich möchte im Tor wieder einen richtigen Zweikampf haben", begründet Seibert die Verpflichtung des 28-jährigen, der nicht mit Profi Marko Arnautovic von West Ham United verwandt ist und in Kapellen nun dem etablierten Christopher Möllering Dampf machen soll.

Dem steht nur der Abgang von Aziz Afkir gegenüber, der eine Arbeitsstelle in der Schweiz antritt und sich zuvor in einem halben Jahr bestens in Kapellen eingelebt hatte. "Es war ein sehr emotionaler Abschied von der Mannschaft, die ihm ein eingerahmtes Trikot überreicht hat", sagt Seibert, der einen "tollen Kerl" verliere. Hinter den vielen Neuverpflichtungen, die alle ihre kleineren oder größeren Fragezeichen mitbringen, stecke ein klarer Plan: "Wir wollen in der nächsten Saison eine gute Rolle in der Landesliga spielen und dazu jetzt in der Rückrunde bei den neuen Spielern schauen, ob es passt. Im Sommer können wir den Kader mit zwei, drei gezielten Verstärkungen dann fertigmachen." Mit dem direkten Wiederaufstieg rechnet er bei fünf Punkten Rückstand auf Relegationsplatz drei nämlich nicht: "Der Aufstieg ist nicht unser Ziel, sondern wäre das Ergebnis unserer guten Arbeit. Es wird aber verdammt schwer, das noch zu schaffen." Wichtiger sei ihm die "super Stimmung" im Team: "Wir sind wieder eine richtige familiäre Einheit. Ich hoffe, dass sich das auch auf unsere Zuschauer überträgt."

Neben der Kreishallenmeisterschaft am 14. Januar, an der der SCK erstmals wieder mit seiner Erstvertretung teilnimmt, testet der Tabellenfünfte bis zum Ligaauftakt am 4. Februar gegen den ASV Mettmann noch beim SC Düsseldorf-West, gegen die DJK Gnadental und nach dem Mettmann-Spiel bei der SVG Weißenberg, bevor zum regulären Auftakt am 18. Februar Heiligenhaus ins Erftstadion kommt.

(pas-)
 
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