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Kapellen ist in Velbert nicht völlig chancenlos

Lokalsport: Kapellen ist in Velbert nicht völlig chancenlos
Wieder nur zweiter Sieger: Velberts Abwehrhüne Alban Sabah köpft den Ball aus der Gefahrenzone, Kapellens Jan Bresser kann nur zuschauen. FOTO: H. Wilschrey
Velbert. Obwohl der Titelkandidat lange das bessere Team ist, muss der SCK sein Auftaktspiel in der Fußball-Oberliga nicht mit 0:2 verlieren. Von Dirk Sitterle

Ein recht niedergeschlagener Toni Molina benötigte nach der 0:2-Niederlage (Halbzeit 0:2) des von ihm seit dem 1. Juli trainierten Fußball-Oberligisten SC Kapellen bei der SSVg Velbert nur einen Satz, um den misslungenen Auftakt seiner Elf auf den Punkt zu bringen: "Wenn du zwei Elfmeter kriegst, kannst du nicht gewinnen."

So kann man das auch sehen. Sicher, die gerade erst mal wieder aus der Regionalliga West abgestiegenen Hausherren waren vor allem in der ersten Hälfte einfach besser und lagen zum Seitenwechsel vollkommen verdient in Führung, doch hätte die Angelegenheit an einem guten Tag auch ganz anders ausgehen können für den SCK. Wer weiß schon, was noch alles so passiert wäre, wenn Lennart Ingmann die Kugel nach einem Ballgewinn im Mittelfeld nicht nur über den weit vor seinem Kasten posierten Keeper Philipp Sprenger, sondern auch ins Tor bugsiert hätte (6.). Oder Burak Yildiz, neben Marco Czempik und Talha Demir einer von drei Neuverpflichtungen, die Molina gestern in die Startformation schickte, nach einem Eckball von Lennart Ingmann nicht an Sprenger gescheitert wäre (10.). Weil Velbert bei aller Dominanz den erfolgreichen Abschluss nämlich bis zum Schluss schuldig blieb, hätte die Sache für den Titelkandidaten auch sehr leicht ins Auge gehen können. Wenn denn die Gäste nicht tatkräftig an ihrem Untergang mitgewirkt hätten: Zunächst war es Freddy Leufen, neben Tim Rubink zweiten Mann im Abwehrzentrum, der im Strafraum gegen Aliosmann Aydin viel zu rustikal zu Werke ging. Den fälligen Strafstoß setzte der Gefoulte, der in seiner Jugend das Trikot des TSV Norf trug, sicher zum 1:0 ins Netz (20.). In der Folge blieben die Gastgeber, für die auch Patrick Dytko in SCK-Torhüter Christopher Möllering seinen Meister fand (15.), gefährlich - vor allem über ihre starke rechte Angriffsseite, wo Julien Rybacki und Christian Schlösser dem ungemein dynamischen, in der Rückwärtsbewegung von Talha Demir aber zu wenig unterstützten Marcel Lüft einen arbeitsreichen Nachmittag bescherten. Die Entscheidung fiel schon kurz vor der Halbzeitpause: Eben noch wurde der von Marco Czempik eingesetzte Lennart Ingmann von Erhan Zent in letzter Sekunde abgeblockt, da ließ Marcel Lüft den per Konterattacke in Position gebrachten Julien Rybacki vor dem eigenen Gehäuse in klassischer Manier über die Klinge springen. Dass der angenehm zurückhaltend agierende Schiedsrichter Marco Lechtenberg erneut auf den Punkt zeigte, fand selbst Christopher Möllering voll in Ordnung: "Beide Elfmeter waren berechtigt." Wiederum der erst kurz vor Saisonbeginn verpflichtete Aliosmann Aydin verwandelte zum 2:0 (44.). Um ein Haar hätte Kapitän Niklas Andersen sogar den dritten Treffer nachgelegt, Möllering entschärfte seinen Kopfball aus kurzer Entfernung jedoch (45.).

Weil die Schützlinge von Ex-Profi Karsten Hutwelker indes auch in Durchgang zwei weiter fahrlässig verschwenderisch mit ihren guten Torchancen umgingen - außerdem traf der starke Jeffrey Tumanan nur die Latte (64.) -, hätte der SCK noch einmal ins Match zurückkommen können: Lennart Ingmann nach rasantem Solo (69.) und Marco Czempik nach gekonnter Vorleistung von Robert Wilschrey (71.) hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß.

Quelle: NGZ
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