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Lokalsport
Kleinkorres-Hengst gewinnt Auktionsrennen

Neuss. Sieg für den Galopp-Trainer aus Neuss in Berlin-Hoppegarten. Enttäuschung in Mailand mit Rang fünf. Von Klaus Göntzsche

Reisen nach Berlin sind für den Neusser Trainer Axel Kleinkorres immer etwas Besonderes. Er hat in seinem "früheren Leben" auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf gearbeitet, es gibt noch alte Kumpels in der Hauptstadt. Am Samstag reiste er wieder einmal nach dort. Die Galopprennbahn Hoppegarten liegt zwar in Brandenburg, aber sie schmückt sich gern mit dem Zusatz Berlin-Hoppegarten. Und ohne Berlin-Kontakte kommt man dort auch nicht an.

Kleinkorres sattelte in Hoppegarten den dreijährigen Hengst Atlantik Cup, den sein schottischer Jockey Ian Ferguson zum Sieg im BBAG-Auktionsrennen ritt. Es war höllisch knapp am Ende, ein Hals trennte ihn vom Zweitplatzierten Vatenko. Das war nicht nur der Hals zum Sieg, sondern auch der Unterschied von 25.000 Euro für den ersten und 11.000 Euro für den zweiten Platz. Besitzer des Pferdes ist der in Recklinghausen lebende Stefan Zerrath, der graue Hengst mit der markanten Blesse stammt aus der Zucht des Gestüts Trona der Familie Moser in Schneverdingen in der Lüneburger Heide. Mit der Katalog-Nummer 266 kam das Pferd vor zwei Jahren zur Auktion nach Iffezheim, doch zu einem Zuschlag im Ring kam es nicht. Der festgelegte Mindestpreis wurde nicht erreicht. Später wechselte Atlantik Cup doch noch den Besitzer und hat (vor allem durch zwei Siege in den Auktionsrennen von Dresden und Hoppegarten) die stolze Summe von 55.700 Euro gewonnen. Gekostet hat er deutlich unter 10.000 Euro. Atlantik Cup ist ein klassisches Beispiel für lohnende Starts in diesen hochdotieren Rennen. Die Siegerehrung wurde wie in Hoppegarten üblich nicht abgewickelt, sondern zelebriert, doch Axel Kleinkorres war trotzdem traurig: "Den Ehrenpreis für den Trainer habe ich nicht bekommen." Ein guter Grund für eine Kontaktaufnahme von BBAG-Managerin Carola Ortlieb zum Neusser Trainer. Man kennt sich schließlich lange genug.

Von Berlin aus flog Kleinkorres nach Mailand. Auch dort hat er einst auf der Trabrennbahn gearbeitet. Die Rückreise trat er wenig fröhlich an, denn sein Spitzenpferd Matchwinner endete im Europa-Gruppe II-Rennen um den renommieren "Premio Federico Tesio" auf dem fünften Platz. Das ist der erste Rang ohne Geldgewinn. Axel Kleinkorres: "Das Rennen war nicht schnell genug und Matchwinner war deshalb zu früh mit vorne. Dritter hätte er sonst werden können. Ob er noch einmal läuft, entscheiden wir in aller Ruhe." Der siebenfache Sieger hat noch eine Option für einen Start im Saisonfinale am 6. November in Krefeld. Mit einem dreifachen Aufgebot war Kleinkorres gestern bei den Rennen in Mons-Ghlin in Belgien im Einsatz. Für Katja Gernreich trat dort Rapideur an.

Quelle: NGZ
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