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Kleinkorres-Siege sorgen für Aufsehen

Lokalsport: Kleinkorres-Siege sorgen für Aufsehen
Spektakulärer Sieg vor spektakulärer Kulisse: Matchwinner aus dem Stall des Neusser Galoppertrainers Axel Kleinkorres siegt mit Ian Ferguson im Sattel überlegen auf der Hauptstadtrennbahn in Berlin-Hoppegarten. Es war der insgesamt zwölfte Sieg des fünfjährigen Hengstes und der dritte in Folge. FOTO: Marc Rühl
Neuss. Neusser Galoppertrainer feiert Erfolge in Berlin-Hoppegarten, wo Matchwinner zum zwölften Sieg läuft, und beim Duhner Wattrennen in der Nähe von Cuxhaven, bei dem Mountain View erstmals als Sieger die Ziellinie überquert. Von Klaus Göntzsche

Auf zwei ganz besonderen Rennbahnen hat der Neusser Galoppertrainer Axel Kleinkorres am Wochenende zwei Rennen gewonnen. Am Samstag siegte der fünfjährige Hengst Matchwinner auf der Hauptstadt-Rennbahn von Berlin-Hoppegarten mit Jockey Ian Ferguson zum insgesamt siebten Mal beim zwölften Start, es war der dritte Sieg in dieser Saison hintereinander, der mit 12.000 Euro für Besitzer Jens Schwarma honoriert wurde. 56.300 Euro hat das Pferd aus der Zucht des Gestüts Görlsdorf in der Uckermark insgesamt gewonnen. Bei jedem der zwölf Starts hat Matchwinner einen Geldpreis gewonnen.

Den zweiten Sieg schaffte Kleinkorres am Sonntag mit Mountain View bei den Duhner Wattrennen in Cuxhaven. Die Rennbahn ist der Meeresgrund, die Startzeiten werden von Gezeiten bestimmt. Mountain View erreichte das Ziel um 15.05 Uhr. Mit Silke Brüggemann aus Warendorf schaffte der sechsjährige Wallach dort den ersten Sieg seiner Laufbahn, 2000 Euro gab es für den Erfolg bei diesem ungewöhnlichen Rennen.

Kämpft mit Gewichtsproblemen: Robin Weber. FOTO: K. J. Tuchel

Die Gegensätze konnten kaum krasser sein: Mountain View lief auch schon auf der französischen Derbybahn von Chantilly und im Seebad Deauville. Und nun Cuxhaven-Duhnen, dieses Publikums-Spektakel an der Nordsee. Axel Kleinkorres war nach Hoppegarten gereist, in Berlin hat er einst auf der Trabrennbahn in Mariendorf gearbeitet. Sein Schützling Matchwinner bewies auch diesmal seine Klasse und siegte am Ende deutlich. Kleinkorres und der Besitzer (auch aus dem Traberlager) haben bislang der Versuchung widerstanden mit diesem talentierten Pferd in Rennen der Europa-Gruppen-Kategorie anzutreten. Der Trainer: "Für 12.000 Euro muss man in einem Europa-Gruppe III-Rennen immer Zweiter werden." Die Behutsamkeit und Bescheidenheit im Management wird auch beim nächsten Start fortgesetzt, am 1. September gibt es bei der Großen Woche in Baden-Baden/Iffezheim ein ähnliches Rennen wie in Hoppegarten. Allerdings mit dem höheren Gewicht für den Erfolg auf der Bahn, die dem in London lebenden Krefelder Kaufmann Gerhard Schöningh gehört.

Harte Zeiten durchlebt im Moment der Neusser Nachwuchsreiter Robin Weber (17). Der Auszubildende am Stall von Trainer Henk Grewe in Köln ist für zehn Renntage bis 31. August gesperrt. Es waren zwei Sperren in Bad Harzburg am 21. Juli und drei Tage später in Hoppegarten. Beide Male brachte Weber das geforderte Gewicht nicht auf die Waage. In Hoppegarten hätte er 54.5 Kilogramm bringen müssen, es waren 56 Kilogramm. Und schon dafür musste er hungern. Künftig will er keine Ritte unter 57 Kilo annehmen. Zum Jockeytitel (50 Siege) fehlt dem talentierten jungen Mann nur noch ein Volltreffer. Ab 1. September darf er wieder reiten, doch die Gewichtsprobleme werden ihm nicht unerwartet eine große Jockey-Karriere unmöglich machen. Eine Ausbildung im Baumarkt hatte er für die Rennreiter-Lehre abgebrochen.

Quelle: NGZ
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