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Kluth soll Hockeyspielern Beine machen

Lokalsport: Kluth soll Hockeyspielern Beine machen
Neuer Fitnesstrainer beim Hockey-Zweitligisten Schwarz-Weiß Neuss: Ex-Sprinter Guido Kluth (r.). FOTO: W. Birkenstock
Neuss. Mit dem ehemaligen Klassesprinter als neuem Athletiktrainer starten die Hockeyherren des HTC Schwarz-Weiß Neuss in der kommenden Woche in die neue Spielzeit, die in der Zweiten Liga ganz unter dem Motto des Neuaufbaus steht. Von Volker Koch

An der Schnelligkeit sollte es nicht liegen, falls der HTC Schwarz-Weiß nach dem Abstieg aus der Feldhockey-Bundesliga in der am 11. September beginnenden Zweitliga-Saison keine gute Rolle spielt. Denn wenn die Neusser am kommenden Dienstag mit dem Training starten, tun sie das mit einem neuen Athletiktrainer an ihrer Seite.

Und der war mal einer der ganz Schnellen in Deutschland. Denn Guido Kluth wurde 1997 im Trikot des TSV Bayer Leverkusen Deutscher Meister in der 4x400-Meterstaffel, Vizemeister über 4x100 Meter und DM-Vierter über 200 Meter. Seine damaligen Bestzeiten von 10,40 Sekunden über 100 und 21,02 Sekunden über 200 Meter weisen den heute 45-Jährigen immer noch als schnellsten Neusser aus.

"Bevor er Sprinter wurde, haben wir zusammen Hockey gespielt", erinnerte sich HTC-Teammanager Stephan Busse an seinen früheren Weggefährten. Und weil der inzwischen als Leichtathletik-Trainer erfolgreich tätig ist und das neue Kapitel in der schwarz-weißen Vereinsgeschichte unter der Überschrift "Neuaufbau" steht, soll der Vorsitzende der DJK Rheinkraft künftig den Neusser Hockeyspielern gemeinsam mit Neu-Trainer Matthias Gräber Beine machen.

Zwei bis drei Mal pro Woche Fitnesstraining steht in der Vorbereitungszeit auf dem Plan. Die wird nur durch das Neusser Bürger-Schützenfest Ende August unterbrochen. "Wir haben ja jetzt wieder viele 'echte Neusser' im Team, deshalb marschieren die meisten da mit", weiß Busse - und das keineswegs nur im Schützenlustzug mit dem treffen Namen "Nüsser Krümmstöck".

Weil man beim Schützenfest-Feiern einiges der zuvor erarbeiteten Kondition einbüßt, bemühen sich die Schwarz-Weißen darum, den eigentlich für den 11. September vorgesehenen Saisonauftakt nach hinten zu verlegen. Das, versichert Busse, sei aber nicht der alleinige Grund: "Wir müssen dann zu Aufsteiger Polo Club Hamburg, und das würden wir natürlich gerne als Doppelspieltag mit einer weiteren Fahrt in den Norden verbinden."

Der Großflottbeker THGC, die TG Heimfeld und Hannover 78 heißen die dafür in Frage kommenden Gegner in der Zweiten Liga Nord, die anderen können die Neusser mit der S-Bahn erreichen: Düsseldorfer HC, Blau-Weiss und Schwarz-Weiss Köln, Gladbacher HTC und Bonner THV versprechen viele Lokalduelle.

Welche Rolle der Bundesliga-Absteiger in dieser Umgebung spielen kann, das weiß auch Stephan Busse noch nicht. "Unser neuer Coach Matthias Gräber hat auf jeden Fall schon mal gute Vorarbeit geleistet", sagt der Teammanager und denkt dabei auch an die personelle Zusammensetzung des Kaders. An Abgängen stehen bislang nur die beiden Niederländer Roderick Musters und Joris Eshuis fest. Demgegenüber kann Busse fünf Zugänge vermelden: "Von denen hat zwar nur einer Zweitliga-Erfahrung, aber die anderen haben das Potenzial, höher zu spielen als bisher", ist der Teammanager überzeugt. Von Eintracht Dortmund kommen Stürmer Tim Schiffmann (24) und Mittelfeldakteur Marco Kamen (22), vom HC Essen Verteidiger Danny Reinhardt (27), vom Crefelder SV Stürmer Phil Graue (22). Sebastian Binas, 29 Jahre alter Abwehrspieler vom Kahlenberger HTC, ist der erfahrenste.

Dazu, sagt Busse, "wollen wir wieder verstärkt Neusser Jungs einbinden". Jan Mausberg und Paul Toll haben den Sprung in die Erstvertretung bereits geschafft, Julian Dettmer, Vincent Güttler, Max Hubert, Veit Cerwinski, Moritz Volkamer und Noah Luebkert sollen nach Möglichkeit folgen. Und weil der Hauptsponsor auch nach dem Abstieg die Treue hielt, gibt es am 3./4. September wieder ein Turnier um den Natsu-Cup - Uhlenhorst Mülheim und Düsseldorfer HC haben bereits zugesagt. Bis dahin soll die Fitness stimmen, dank Guido Kluth.

Quelle: NGZ
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