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Lokalsport
Korschenbroich belohnt sich nach Aufholjagd nicht

Korschenbroich. Der TVK zeigt phasenweise ein starkes Spiel und dreht die Partie kurzzeitig, unterliegt am Ende Lemgo aber mit 28:31. Von Sophie Rhine

"Es ist schade, aber schade bringt uns nichts", kommentierte Trainer Ronny Rogawska die dritte Heimniederlage. Nach der 28:31 (12:13)-Pleite gegen HSG Lemgo II bleibt der TV Korschenbroich mit 2:10 Punkten auf dem 16. Platz der 3. Liga West.

Die Gäste hingegen sind noch ungeschlagen in dieser Saison und wurden ihrer Favoritenrolle zu Beginn auch gerecht. "Wir sind hervorragend gestartet und haben 20 Minuten lang genau den Handball gespielt, den wir uns vorgenommen hatten", sagte Lemgos Coach Christian Plesser. Sein Team lag schon 3:0 vorne, als Henrik Schiffmann in der sechsten Minute den ersten Treffer für die Korschenbroicher erzielte. Die Hausherren wirkten verunsichert, auch wenn der verletzte Spielmacher Justin Müller an der Seitenlinie alles gab, um seine Kollegen zu motivieren. Da änderten auch die beiden Auszeiten, die Ronny Rogawska schon früh nahm, nichts. Lemgo verteidigte stark und nutzte seine Chancen, so dass der TVK nach 23 Minuten bereits sechs Tore Rückstand hatte.

Dann kamen den Hausherren aber vermeintliche Fehlentscheidungen des Schiedsrichtergespanns gegen den TVK zu Gute, denn die Zuschauer wurden lauter und peitschten das Team nach vorne. Die emotionale Stimmung motivierte die Korschenbroicher zusehends, sie kämpften um jeden Ball und zwangen Lemgo zu Fehlern. Max Jäger zeichnete sich in der Schlussphase der ersten Hälfte mit einigen Paraden aus und auch vorne lief es plötzlich: Durch einen 5:0-Lauf brachte sich der TVK zurück ins Spiel und verkürzte bis zur Pause auf 12:13.

"Wir haben aggressiv gespielt, die Jungs wollten, es war das, was wir uns vorgenommen haben", lobte Ronny Rogawska. "Das hab ich auch gesagt und in der Pause versucht, sie noch mehr zu motivieren." In der 33. Minute erzielte Henrik Schiffmann unter lautem Jubel den 14:14-Ausgleich, nur eine Minute später tobte die Halle, als Max Zimmermann den TVK erstmals nach vorne warf. Das Spiel war ausgeglichen, doch das blieb nicht lange so. Zwei Angriffe trafen den Querbalken, Lemgo bestrafte die Fehler eiskalt und zog auf 22:20 davon. Sofort war die Verunsicherung beim TVK zurück, die Angriffe wurden überhastet abgeschlossen und auch defensiv stand man nun nicht mehr so kompakt. Die Gäste konnten sich erneut mit sechs Treffern absetzen, die Korschenbroicher rafften sich nach einer erneuten Auszeit nochmals zusammen, aber am Ende stand eine bittere 28:31-Niederlage.

"Wir haben verdient gewonnen", sagte HSG-Trainer Plesser in der anschließenden Pressekonferenz. "Als Korschenbroich aufgedreht hat, haben wir die Partie kurzzeitig aus der Hand gegeben. Aber im zweiten Durchgang haben wir es sowohl hinten als auch vorne spielerisch sehr gut gelöst. Wir sind sehr froh, hier gewonnen zu haben, denn Korschenbroich ist mit seinen lauten Fans immer ein schwerer Gegner und steht zu Unrecht unten." Ronny Rogawska bewertete das Spiel ähnlich: "In den ersten 20 Minuten hatten wir überhaupt keinen Zugriff, dann hat das Team eine tolle Aufholjagd abgeliefert. Nach der Pause konnten wir zunächst noch mithalten, dann treffen wir zweimal eine falsche Entscheidung und gehen komplett auseinander. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, um die Verunsicherung aus den Köpfen der Spieler zu bekommen."

Quelle: NGZ
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