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Lokalsport
Krefeld reagiert auf Verletztenliste

Dormagen. Vor der Partie gegen Dormagen reaktiviert die HSG Christian Rommelfanger. Von Volker Koch

Es ist für beide so ziemlich die letzte Chance: Wenn die HSG Krefeld (7. mit 12:6 Punkten) und der TSV Bayer Dormagen (4. mit 16:4) nicht schon früh den Kontakt zum Spitzenduo der Dritten Handball-Liga West (VfL Eintracht Hagen, Neusser HV, je 20:0 Punkte) verlieren wollen, darf eigentlich keiner von beiden das heutige Duell gegeneinander (19.30 Uhr, Sporthalle Königshof) verlieren. Vor allem die Gastgeber stehen unter Zugzwang, blieben sie doch in den letzten beiden Begegnungen (26:26 gegen GWD Minden II, 29:40 in Hagen) sieglos und gaben zuvor beim 25:28 gegen die HSG Lemgo II ebenfalls überraschend zwei Heimpunkte ab.

Entsprechend sagt HSG-Trainer Olaf Mast: "Trotz allem wollen wir gegen Dormagen unser Heimspiel gewinnen und zeigen, dass wir in die Spitzengruppe gehören." Das wird aus seiner Sicht schwierig genug, denn der in Stürzelberg lebende frühere Bundesliga-Spieler (unter anderem beim TSV Bayer Dormagen) wird von argen Personalsorgen geplagt.

Nachdem neben Stephan Pletz, dem unter Umständen sogar das Karriereende droht, auch noch Michael Heimannsfeld mit einem Knorpelschaden auf unbestimmte Zeit ausfällt, steht Mast quasi ohne Halblinken da. Die HSG, die unlängst bereits den früheren Dormagener David Breuer für die Linkshänderposition reaktivierte, reagierte und verpflichtete gestern Christian Rommelfanger. Der Ex-Korschenbroicher hatte eigentlich schon vor zwei Jahren seine Handballschuhe an den Nagel gehängt, springt aber jetzt kurzfristig in die Bresche. "Problematisch ist für uns nach der Verletzung von Michael Heimannsfeld natürlich vor allem die Deckung, wo er und Stephan Pletz eine große Lücke reißen. Da müssen jetzt die anderen Jungs in die Bresche springen", sagt Olaf Mast.

Ob die Dormagener daraus Kapital schlagen können, wird sich zeigen. In erster Linie müssen sie dafür ihre eigene Deckung stabilisieren, die in den letzten drei Spielen 86 Gegentreffer (28,6 im Schnitt) kassierte - in den voraufgegangen sieben Partien waren es gerade mal 170 (24,2 pro Partie) gewesen.

Quelle: NGZ
 
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