| 00.00 Uhr

Ringen
KSK Konkordia Neuss nimmt die Favoritenrolle mutig an

Neuss. "Meisterschaft ...", ein Wort, das Heinz-Dieter Wuttke in dieser Saison schmerzfrei über die Lippen geht. Zwar weiß auch der im Vorstand des Ringer-Oberligisten KSK Konkordia Neuss tätige Sportliche Leiter, dass die Mannschaft in Jackson Vaillant-Cantero (Essen-Dellwig) und Jorgisbell Alvarez Hernandez zwei der besten Punktesammler verlassen haben, "aber diese Abgänge konnten wir kompensieren", versichert er.

Trainer Max Schwindt hat seine Kontakte genutzt, um den zur erweiterten russischen Spitze zählende Gregorii Stepanov nach Neuss zu locken. Schon jetzt steht für den Coach fest: "Er wird in 86 Kilogramm griechisch-römisch kaum zu besiegen sein." Die Lücke im Schwergewicht soll Luben Iliev vom Erstligisten KSV Köllerbach schließen. Der amtierende bulgarische Meister und EM-Dritte wird hauptsächlich im Freistil eingesetzt.

Vom Liga-Konkurrenten AC Köln-Mülheim seien in Nicolai van Berkum (66/70 kg GR) und Lom-Ali Eskijev (75/80 kg Freistil) zudem "zwei der besten Oberliga-Ringer des vergangenen Jahres zu uns gestoßen", ist Wuttke überzeugt. Dazu kämen aus der eigenen Jugend in Robert Sahakyan und Daniel Panczyszyn entwicklungsfähige und willensstarke Ringer, die schon jetzt absolut Oberliga-Format hätten.

In Fatih Cinar und Hakan Sel steigen auch zwei alte Bekannte wieder für den KSK auf die Matte. Insgesamt steht Schwindt ein 40 Mann starker Kader für die Oberliga- und die in der Bezirksliga-West unter anderem gegen den AC Ückerath ringende Zweitvertretung zur Verfügung. Wuttke: "Damit sollten wir nicht mehr in ausfallbedingte Verlegenheiten wie im vergangenen Jahr kommen.

" Die Konkurrenz in der Oberliga ist indes nicht von Pappe: Der KSV Hohenlimburg (Absteiger aus der 2. Bundesliga) und der TKSV Bonn-Duisdorf (vor zwei Jahren noch Erstligist) gehören gemeinsam mit dem KSK Konkordia Neuss auf jeden Fall zum Kreis der Titelanwärter. Gefordert ist der ehemalige Bundesligist aus der Quirinusstadt bereits am ersten Kampftag (22. August), wenn sich der Dauerrivale AC Köln-Mülheim gleich mit drei Teams in Neuss vorstellt: Erste, zweite und Jugend-Mannschaft der rheinischen Rivalen treffen dann aufeinander.

Vor dem Liga-Start steht am 15. August allerdings noch ein letzter Härtetest auf dem Programm. Zu seinem Jakob-Koch-Turnier hat der KSK drei Mannschaften eingeladen: In der RWG Mömbris-Königshofen, dem AC Heusweiler und dem ASV 08 Hüttigweiler stehen den Gastgebern bärenstarke Testgegner gegenüber. Für Max Schwindt die ideale Gelegenheit, seine Ringer noch einmal zu testen. Das Turnier beginnt um 13 Uhr in der Realschule an der Frankenstraße und wird im nordischen Stil ausgetragen - also jede Mannschaft ringt gegeneinander.

(sit)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Ringen: KSK Konkordia Neuss nimmt die Favoritenrolle mutig an


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.