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Leichtathletik
Kudelich und Chatbi - zwei Siege mit Ansage

Leichtathletik: Kudelich und Chatbi - zwei Siege mit Ansage
Bestimmten den Elitelauf der Frauen: Vorjahressiegerin Swietlana Kudelich siegte mit großem Vorsprung, Simret Restle-Apel (l.) wurde wieder beste Deutsche. FOTO: Woitschützke, Andreas (woi)
Korschenbroich. In den Eliteläufen setzten sich die Favoriten Swietlana Kudelich und Jamel Chatbi eindrucksvoll durch. Bleistein und Restle beste Deutsche. Von Volker Koch

Jamel Chatbi prägte den neuen Slogan der Veranstaltung: "Korschenbroich - a great place", sagte der 25-Jährige freudestrahlend, bevor er eiligst Richtung Flughafen entschwand, um zurück in seine italienische Heimat zu fliegen. Im Gepäck die Prämie für den Gesamtsieg im "Lauf der Asse" über zehn Kilometer, dem er von Beginn an seinen Stempel aufgedrückt hatte.

Es war ein Sieg mit Ansage. Im vergangenen Jahr war er auf Rang vier - vorne lagen drei Konkurrenten aus der diesmal von Cheforganisator Hans-Peter Walther nicht eingeladenen Laufnation Nummer eins Kenia - bester Europäer gewesen. Gestern kam er schon als Führender aus der ersten Runde - und behielt diese Position bis zum Schluss bei.

Anfangs vermochten ihm noch die jungen, in Deutschland lebenden Eyob Solomun (21, SG Wenden) und Amanal Petros (19), die neue Laufhoffnung vom TSVE Bielefeld, zu folgen. Für die Tempoarbeit fühlten sich die beiden Youngster freilich nicht zuständig - und so kam es, wie es in solchen Fällen meist zwangsläufig kommt: Nicht nur, dass Chatbi ihnen in der drittletzten Runde auf und davon zog, von hinten arbeitete sich auf leisen Sohlen auch noch der Russe Dmytro Lashin heran. Am Ende betrug der Vorsprung des Italieners nach 29:08,2 Minuten satte 25 Sekunden, Lashin folgte in 29:33,3 vor Solomun (29:35,1) und Petros (29:47,3). Dass es die fünftlangsamste Siegerzeit seit Einführung der Zehn-Kilometerdistanz 1998 war, störte höchstens den Sieger: "Nächstes Jahr komme ich wieder und dann laufe ich schneller", kündigte Chatbi an.

Das hat auch Clemens Bleistein vor: Der 24-Jährige von der LG Stadtwerke München war als Sechster wie im Vorjahr bester Deutscher, nur dass er da vier Sekunden schneller war als seine 29:52,8 Minuten vom gestrigen Nachmittag. Deshalb war er auch nur bedingt zufrieden: "Der Lauf war wieder toll, die Stimmung super, nur ich war nicht so gut, wie ich sein wollte."

Davon konnte bei Swietlana Kudelich keine Rede sein. Auch die 26 Jahre alte Weißrussin sorgte für einen Sieg mit Ansage, schließlich stand sie als Vorjahressiegerin an der Startlinie. Doch auch sie konnte an ihre 15:44,2 Minuten aus dem vergangenen Jahr nicht heran reichen - dafür hatte sie in 16:02,0 Minuten satte zwölf Sekunden Vorsprung vor der nächstplatzierten Niederländerin Maaike Caelers. Einen harten Kampf um die Prämie für die beste deutsche Läuferin lieferten sich Simret Restle-Apel (PSV GW Kassel) und die jetzt für den TSV Bayer Leverkusen startende Hildenerin Sanaa Kouba, die sich 2012 (Restle) und 2013 schon einmal mit diesem Titel schmücken durften. Simret Restle, die eine zweijährige Dopingsperre abgesessen hat, setzte sich am Ende als Vierte in 16:24,8 zu 16:26,5 hauchdünn durch.

Quelle: NGZ
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