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Lokalsport
Kurioses Finale um die Perlenkette

Lokalsport: Kurioses Finale um die Perlenkette
Vielleicht ein dezenter Hinweis auf die künftige Nutzung: Ein defekter Hydrant machte aus der Galopprennbahn erst eine Seenplatte, dann eine Eisbahn. FOTO: K. Göntzsche
Neuss. Noch sechs Reiterinnen haben Siegchancen. Geplatzter Hydrant setzt Galopprennbahn unter Wasser. Von Klaus Göntzsche

Wenn am Abend des 13. März im Endlauf um den Preis der Albers & Sieberts-Perlenkette auf der Neusser Galopprennbahn der Rennverlauf nur einigermaßen normal verläuft, dann können noch sechs Reiterinnen dieses begehrte Schmuckstück gewinnen: Olga Laznovska mit ihren zehn Punkten vom Sieg mit Power Star am 6. Februar (am Dienstag wurde sie mit Burma King nur Vorletzte) und die in der Punktetabelle folgenden Hana Mouchova, Maike Riehl und Sibylle Vogt mit je sechs Punkten, Janine Beckmann mit fünf Punkten und Lena-Maria Mattes mit drei Zählern.

Da alle diese Amazonen einen Ritt haben werden und eine von ihnen zehn Punkte gutgeschrieben bekommt, gibt es keine andere Alternative. Mira Kraeber aus Dortmund kann nicht gewinnen - trotz ihres Erfolges im Sattel von Marientaler am Dienstagabnd. Am 14. Februar wurde sie in Dortmund nach dem zweiten Platz mit der Stute Eyes on Me von der Rennleitung für drei Tage gesperrt. Sie hatte ein anderes Pferd regelwidrig gekreuzt, das wurde als gefährliche Reitweise gewertet. Weil sie den von der Rennleitung mit dem Hinweis auf das Perlenketten-Finale angebotenen "Joker" zur Verlegung ihrer Sperre nicht nutzte, darf sie nun am 13.März nicht reiten. Ein weiteres Kapitel der Kuriositäten in der Perlenketten-Geschichte seit 1961.

Kurios ging es in Neuss schon weit vor dem ersten Rennen zu. Ein hauptsächlich für Veranstaltungen außerhalb des Rennbetriebes genutzter Hydrant im Innenraum der Bahn in der Nähe des Schießstandes sorgte für eine großflächige Seenlandschaft. Der Frost hatte ganz offenbar für das Platzen einer Leitung gesorgt. Vizepräsident und Rennbahn-Verwalter Peter Ritters machte sich mit einem Mitarbeiter der Stadtwerke auf die Suche nach dem Ort, wo die Leitung abzudrehen war. Es wurde sogar eine elektronische Wünschelrute eingesetzt, doch letztlich wurde Ritters mit seinem Bauchgefühl in der Nähe der Hammer Landstraße fündig und drehte den Hahn ab. Mittlerweile waren auch zwei Mitarbeiter von Neuss Marketing auf die Bahn geeilt. Gestern Morgen war die Rennbahn um eine Eisfläche erweitert.

Quelle: NGZ
 
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