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Lokalsport
Läufer trotzen drückender Hitze mit Top-Leistungen

Straberg. Der 37. Volkslauf in Straberg lockt mit seiner familiären Atmosphäre trotz Sahara-Wetter mehr als 300 Teilnehmer an. Von Sophie Rhine

Strahlender Sonnenschein und über 30 Grad - die Bedingungen waren perfekt fürs Freibad, aber nicht zum Laufen. Dennoch gingen rund 310 Athleten beim 37. Internationalen Volkslauf Dormagen-Straberg an den Start und präsentierten sich stark.

Allen voran lief Nikki Johnstone vom ART Düsseldorf, der schon bei anderen Volksläufen in der Region nicht zu schlagen gewesen war. Im Debüt war er auf den ersten zehn Kilometern des Halbmarathons sogar auf Kurs zu einem neuen Streckenrekord, verpasste diesen dann nach 1:24,26 Stunde aber knapp. "Es war echt hart bei dem Wetter, Respekt an alle, die gelaufen sind", sagte Johnstone erschöpft. "Ich war hier noch nie, aber es ist ein schöner Lauf und ich bin sehr zufrieden. Schade, dass es eine so kleine Veranstaltung ist." Auch Theresa Lippert (TG Neuss), schnellste Frau über fünf Kilometer, hätte sich ein bisschen mehr Konkurrenz gewünscht: "Es ist schwer, alleine zu laufen. Aber die Atmosphäre ist gemütlich und familiär. Heute war es für manche vielleicht einfach zu warm. Im Wald ging es, aber obwohl ich mich vor dem Star unter die Dusche gestellt habe, war es extrem heiß." "So schnell, dass der Fahrtwind kühlt, war ich dann doch nicht", scherzte Bernd Czarnietzki von der DJK Novesia. Nach einem zweiten Platz in 18:56 Minuten über die fünf Kilometer, holte er sich "mit einem lockeren Trainingslauf" auch noch Rang vier über die doppelte Distanz. Trotz der Hitze gab es keine Probleme mit der Verpflegung: "Es gab genug Stationen, jeder konnte sich ausreichend verpflegen. Das war wieder top organisiert", lobte die Rosellenerin Ute Jenke, Siegerin über zehn Kilometer.

Dass trotz der hohen Temperaturen und des langen Wochenendes so viele Starter ihren Weg nach Straberg fanden, lag an der familiären Atmosphäre des Laufs. Viele Teilnehmer brachten ihre Familien mit, egal, ob sie sich gemeinsam auf die Strecke begaben oder sich gegenseitig anfeuerten. Während die Kleinsten schon die neugewonnenen Wasserpistolen testeten, gingen auch über die längeren Strecken viele Jugendliche an den Start: Paul Mertes (M15, FC Straberg) holte sich sogar den dritten Platz über die fünf Kilometer, Lisa Gilges (W14, DJK Novesia) lief auf den letzten Metern ihrer Mutter Steffi Gilges davon. Auch die Jüngste über diese Distanz, Luna Viehrig (W10), schaffte es an der Seite ihres Vaters problemlos ins Ziel - es war ein Event für die ganze Familie. So lagen rund 79 Jahre zwischen der noch nicht mal zweijährigen Mila Grabusch (Jahrgang 2015) vom FC Straberg und Willi Schulze (1936), der dem Lauf als ältester Teilnehmer auch bei Sahara-Hitze die Treue hielt: "Es war mir eigentlich zu warm", verriet er, "aber ich lauf hier schon so lange, ich kenne die Strecke in- und auswendig und dank der tollen Stimmung macht es mir auch jedes Jahr wieder Spaß."

Auch von organisatorischer Seite gab es nichts zu meckern: "Wir waren froh, als es alle Starter ins Ziel geschafft haben", sagte FC-Abteilungsleiterin Sonja Christmann, schmunzelnd. "Die Temperaturen und der Brückentag haben uns ein paar Teilnehmer geklaut, aber wir haben die 300 geknackt und können zufrieden sein." - "Es war bei dem Wetter eine Herausforderung, zum Glück geht die Strecke lange durch den Wald", stimmte ihr Josef Schoos zu. "Trotz weniger Helfer ist alles reibungslos abgelaufen, wir machen auch nächstes Jahr weiter."

Quelle: NGZ
 
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