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Lokalsport
Landesliga: Jüchen zittert, Nievenheim ist wohl gerettet

Rhein-Kreis. Kann der VfL Jüchen/Garzweiler nur gewinnen, wenn er der klare Außenseiter ist? So scheint es in der aktuellen Phase der Fußball-Landesliga zu ein: Denn nach den Siegen gegen den TSV Meerbusch II und den DSC 99 gab es nun wieder eine Niederlage - und die war äußerst bitter. "Wir haben einfach nicht gut gespielt und sind über die gesamte Spieldauer nicht in die Zweikämpfe gekommen. Es gab den ein oder anderen Spieler, der nicht die Normalleistung abrief", kritisierte Jüchens Co-Trainer Michele Fasanelli.

Im Duell mit dem Rather SV, einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, setzte es eine 1:2-Pleite, die die Jüchener wieder auf einen Abstiegsplatz fallen ließ. Dabei sah es nach 45 Minuten eigentlich gut aus. Auch wenn die Düsseldorfer die spielbestimmenden Akteure waren, ging Jüchen in Front. Über die linke Seite kombinierten sich Mohamed Chaibi und Marc Weuffen durch. Außenverteidiger Weuffen drosch die Kugel mit Vollspann in die Mitte, wo Thorben Schmitt keine Mühe beim Verwandeln hatte. "Man muss allerdings sagen, dass die Führung glücklich war. Rath war zu dem Zeitpunkt besser", so Fasanelli. Im zweiten Spielabschnitt rächte sich dann die Jüchener Passivität: Zunächst entschied der Unparteiische in der 58. Minute auf Strafstoß, Jonas Kell bekam den Ball aus kurzer Distanz gegen die Hand. Fasanelli war sich über die Berechtigung des Pfiffs nicht sicher: "Den Elfmeter kann man geben, muss man aber nicht". Raths Astrit Hyseni war es egal, als er in der 58. Minute den Ausgleich erzielte.

Nun waren die Düsseldorfer noch mehr im Aufwind - und nutzten diesen: Einen langen Ball unterschätzte VfL-Keeper Tom Paulußen komplett. Weil er zu weit aus seinem Tor herauseilte, sprang die Kugel hinter ihm auf. Alexandris Zissis nutzte diese Slapstick-Einlage für den 2:1-Siegtreffer der Gäste. Denn Jüchen sollte trotz zwei großer Möglichkeiten durch Schmitt und Benjamin Burda nicht mehr zurückkommen.

Dennoch ist der Zug für den VfL noch längst nicht abgefahren. Es bleibt wohl bis zum letzten Spieltag spannend. Am Sonntag stehen die VfL-Kicker vor einem Pflichtsieg gegen das abgeschlagene Schlusslicht TV Kalkum-Wittlaer. "Das ist ein Endspiel. Wir müssen ohne Wenn und Aber gewinnen", lässt Fasanelli keine Diskussionen zu. Es folgen zwei weitere direkte Duelle mit dem 1. FC Mönchengladbach und Viersen - am letzten Spieltag könnte die Entscheidung über die Ligazugehörigkeit ausgerechnet in der Partie gegen den VdS Nievenheim fallen.

Die Grün-Weißen von der Südstraße haben mit dem 4:0-Erfolg über den TV Kalkum-Wittlaer nun wohl den endgültig letzten Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Acht Zähler Vorsprung sind es auf den Relegationsplatz. Da dürfte nichts mehr passieren, auch wenn es am Sonntag zum Duell mit dem starken TSV Meerbusch II kommt. Gegen Kalkum legte Kevin Scholz mit zwei Treffern in der ersten Hälfte den Grundstein für den Sieg. Nils Dübbert entschied die Partie noch vor der Pause, ehe Marcus Buchen im zweiten Spielabschnitt den Endstand herstellte.

(pr)
 
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