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Lokalsport
Landesligisten vor harten Aufgaben

Rhein-Kreis. Jüchen personell gebeutelt, Nievenheim interessiert Chaos beim Gegner nicht. Von Patrick Radtke

Vor dem Landesliga-Heimspiel des VdS Nievenheim gegen den FC Remscheid herrscht großes Chaos. Dafür sind jedoch nicht die Dormagener verantwortlich. Wie schon in der vergangenen Saison geht es beim vom Ex-Uedesheimer Ingmar Putz trainierten FC Remscheid drunter und drüber. Die Ambitionen und die Realität klaffen auseinander, interne Unruhen helfen sicherlich auch nicht dabei, sich auf das Sportliche zu konzentrieren.

So traten unter der Woche Putz, Co-Trainer Sigitas Jakubauskas sowie der sportliche Leiter Markus Hosnjak zurück, nur, um nach dem Weggang von Marketingleiter Jürgen Wellmann und Präsident Michael Kleinbongartz wieder zum Ex-Zweitligisten zurückzukehren. Dieses Chaos haben sie auch in Nievenheim vernommen, doch änderte dies nichts an der Vorbereitung auf die Partie. "Wir haben die Unruhen vernommen, für uns hat das jedoch gar keine Auswirkungen. Für die Remscheider wohl umso mehr. Die werden gestärkt und voll motiviert agieren. Das was dort passiert ist, war ja im Interesse der Mannschaft", sagt Nievenheims Trainer Thomas Bahr.

Der Traditionsverein aus Remscheid kommt mit Spielern nach Dormagen, die im Rhein-Kreis sehr bekannt sind. So wechselten die Ex-Uedesheimer Dustin Gottlebe, Özkan Teke sowie Lukasz Koziatek vor dem Saisonstart nach Remscheid. Mit Serkan Hacisalihoglu steht zudem einer der Top-Stürmer der Landesliga im Aufgebot. "Ich kenne den Großteil der Mannschaft. Das wird kein leichtes Spiel, ist jedoch lösbar. Wir wollen jedes Spiel positiv gestalten und wenn möglich gewinnen", so Bahr. Wieder mithelfen können dabei Thomas Ruddies sowie Simon Kozany.

Der VfL Jüchen/Garzweiler ist getrost als Sorgenkind zu bezeichnen. Ein Punkt aus vier Spielen, dazu vier Platzverweise zeichnen ein Bild, dass nicht besonders positiv aussieht. "Gegen Cronenberg haben wir alles versucht, aber es war zu erkennen, dass wir drei Spiele in Folge in Unterzahl in dieser Hitze körperlich nicht verkraften konnten", analysierte Jüchens Trainer Dicky Otten die vergangene Partie.

Nun wartet im SC Velbert ein Gegner, der sportlich zur gehobenen Güteklasse der Landesliga gehört. "Das ist für uns eine echte Hausnummer. Durch die schwierige Lage wird der Berg gerade unglaublich groß. Ich weiß noch nicht, wer zur Verfügung steht. Es wäre eine kleine Sensation, wenn wir da etwas mitnehmen, aber wir werden uns mit allem was uns möglich ist, teuer verkaufen", so Otten.

Beim SC Velbert hat der 19 Jahre alte Torjäger Robin Hilger seine Abschlussqualitäten einmal mehr unter Beweis gestellt und steht schon wieder bei vier Treffern. Wird er aus dem Spiel genommen, verliert der SC seinen wichtigsten Offensivspieler - eine Aufgabe, der Jüchens Kapitän Sebastian Muyres nicht nachgehen kann, da er ebenso wie Yannick Peltzer und Mohamed Chaibi rotgesperrt fehlt. Ersetzt wird Muyres wahrscheinlich durch Marc Weuffen. Otten: "Er fiel vergangene Woche aus, befindet sich aber auf dem Wege der Besserung. Ich hoffe, es reicht für Sonntag", so Otten. Ebenfalls fraglich sind Jonas Kell und Alexander Wirtz.

Quelle: NGZ
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