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Lokalderby: Jüchen gegen Odenkirchen

Lokalsport: Lokalderby: Jüchen gegen Odenkirchen
In der vergangenen Saison avancierte Thorben Schmitt bei Jüchens 4:1-Heimsieg über Odenkirchen mit einem Hattrick in der zweiten Hälfte zum Derbyhelden. FOTO: Lothar Berns
Rhein-Kreis. In der Fußball-Landesliga bekommt es der VdS Nievenheim vor heimischem Publikum mit auswärtsschwachen VSF Amern zu tun. Der aus dem Tritt geratene SC Kapellen will beim Kellerkind 1. FC Viersen zurück in die Erfolgsspur finden. Von Patrick Radtke

Michele Fasanelli ist voller Vorfreude auf das Lokalderby gegen die SpVg Odenkirchen: "Es wird eine spannende Partie in der Kleinigkeiten und die Tagesform entscheiden", ist sich der Coach des Fußball-Landesligisten VfL Jüchen/Garzweiler sicher. Mit viel Respekt vor dem seit vier Spielen ungeschlagenen Gegner, aber auch mit dem Glauben an die eigene Stärke empfängt Jüchen den Nachbarn um 14.30 Uhr an der Stadionstraße. "Odenkirchen steht zu Recht da oben, sie sind sehr konstant und haben einen guten Lauf. Aber es ist ein Derby, da müssen wir mit der richtigen Einstellung hereingehen", sagte Fasanelli.

Für zwei Spieler ist diese Partie etwas ganz Besonderes: Auf Odenkirchener Seite geht der Ex-Jüchener Christoph Spinrath keinem Zweikampf aus dem Weg. Beim VfL wirbelte Flügelflitzer Konstantine Jamarishvili in dieser Saison schon einige Gegner durcheinander. Während er für die Spielvereinigung im der vergangenen Jahr fünf Tore in 31 Partien erzielte, steht er nach 15 absolvierten Spielen im Trikot Jüchens schon bei sechs Treffern. "Klar, gegen den alten Verein ist er besonders motiviert. Aber er soll einfach so weiterspielen wie bisher, dann kann er Odenkirchen sicherlich ärgern", rät Fasanelli seinem Schützling, um danach weiter verbal anzugreifen: "Für 90 Minuten ist alle Freundschaft vergessen."

Eigentlich ist die Ausgangslage klar: In Amern reist das auswärtsschwächste Team der Liga morgen zum VdS Nievenheim (14.30 Uhr). Alles andere als der vierte Heimsieg dieser Saison kommt für die Gastgeber also gar nicht in Frage. Doch Co-Trainer Thomas Boldt warnt: "Auf deren Auswärtsbilanz können wir uns nicht verlassen, Amern ist eine echte Wundertüte. Ich finde, dass sie unter ihrem eigenen Leistungsvermögen spielen". Obwohl die Gäste, die zuletzt Viersen mit 4:0 abfertigten, in Dominik Bischoff einen ausgewiesenen Freistoßspezialisten besitzen, konzentrieren sich die Grün-Weißen auf sich und wollen in der Hinrunde noch die 25-Punkte-Marke knacken. "Es ist das letzte Heimspiel der Hinrunde, da wollen wir unbedingt drei Punkte. Wir werden nach Standards und zweiten Bällen kompromisslos verteidigen müssen und dann unser eigenes Spiel aufziehen. Die Jungs sind heiß, die Niederlage gegen Meerbusch II auszubügeln", sagte Boldt. Nicht mithelfen kann dabei Abwehrchef Nils Dübbert (Urlaub) Boldt: "Er ist ein Leader und Leistungsträger. Doch wir haben auch schon andere Spieler ersetzen können. Tim Rohde ist sicherlich eine Alternative. Aber auch Daniel Dünbier ist eine Alternative für die Startelf. Vorne freuen wir uns, dass Nils Mäker wieder spielen kann." Zurück in die Spur finden möchte der SC Kapellen. Denn in den vergangenen drei Partien gab es nur zwei Punkte. Trainer Oliver Seibert hat hierfür die Gründe ausgemacht: "Wir haben viel Ballbesitz, aber zu wenig Willen und Druck nach vorne. Da fehlten mir zuletzt die Tempowechsel im Spiel. Wir müssen uns mit uns selbst beschäftigen, das ist spätestens nach der Partie gegen Odenkirchen klar". Für diese wichtigen Umschaltmomente könnte der in den Kader zurückgekehrte Germanos Ioannidis sorgen. Kilian Lammers fehlt hingegen weiterhin.

Die Auswärtsaufgabe beim 1. FC Viersen (15 Uhr) ist machbar, hat der Gegner in den vergangenen zwölf Partien doch immer mindestens zwei Gegentore bekommen. Dabei stehen im Kader des Tabellensechzehnten in Abwehrspieler Mesut Yanik, den Mittelfeldakteuren Denis Richter, Petar Popovic und Dennis Homann sowie Sturmhüne Korbinian Beckers durchaus Spieler, die gutes Landesliganiveau besitzen. Vor allem Homann und Popovic haben es Seibert angetan.

Quelle: NGZ
 
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