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Lokalsport
Medicoreha ist "spitzensportfreundlicher Betrieb"

Neuss. Das Neusser Gesundheits-Unternehmen wird auf der Sportministerkonferenz für seine Sportförderung ausgezeichnet. Von Volker Koch

Für Dieter Welsink war es ein vorgezogenes Geburtstaggeschenk - der geschäftsführende Gesellschafter der medicoreha wird heute 59 Jahre alt. Bereits am Donnerstagabend durfte er im Dortmunder Fußballmuseum eine besondere Auszeichnung entgegen nehmen, denn das Neusser Gesundheits-Unternehmen wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammen mit der Daimler AG und der Handwerkskammer für München und Oberbayern als "spitzensportfreundlicher Betrieb 2016" ausgezeichnet.

Die vom DOSB, der Sportministerkonferenz und dem Deutschen Industrie- und Handelstag vor einem Jahr ins Leben gerufene Auszeichnung sei "ein wichtiges Signal an die Gesellschaft. Spitzensportfreundliche Unternehmen wie die Daimler AG, die Handwerkskammer für München und Oberbayern und die medicoreha Neuss agieren im Bereich der Dualen Karriere vorbildlich. Sie bieten Athletinnen und Athleten optimale Bedingungen, um Leistungssport und berufliche Karriere miteinander verbinden zu können. Wir wünschen uns viele Nachahmer", erklärte DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei der Preisverleihung, die er gemeinsam mit NRW-Sportministerin Christina Kampmann und dem schleswig-holsteinischen Innenminister Stefan Studt anlässlich der40. Sportministerkonferenz in Dortmund vornahm.

Für Hörmann steht fest: "Die soziale Absicherung durch eine spitzensportkompatible Ausbildung oder Anstellung ist für einen Athleten heute genau so wichtig wie optimale Trainingsbedingungen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir künftig herausragende Talente nur noch mit der Aussicht auf eine Duale Karriere für den Spitzensport gewinnen können."

Da will Dieter Welsink nicht widersprechen. Für ihn ist das Zur-Verfügung-Stellen von Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen "eine wichtige Form des Sportsponsorings." Dass sie in seinem Unternehmen offensichtlich gut funktioniere, führt der ehemalige Kanu-Weltmeister auf zwei Faktoren zurück: Einerseits "sind wir in den hiesigen Strukturen des Sports und der Sportförderung, um die uns viele beneiden, gut vernetzt" - weshalb er Michael Scharf, den Leiter des Olympiastützpunktes Rheinland, mit zur Ehrung genommen hatte.

Zum anderen sei ein solches Modell nur möglich, "wenn die Lehrer und Ausbilder, aber auch die Arbeitskollegen viel Verständnis für die besondere Situation und die besonderen Anforderungen von Spitzensportlern hätten" - weshalb Akademie-Leiter Holger Puchalla mit nach Dortmund gekommen war, denn die meisten Sportler (aktuell sechs) werden dort zu Physiotherapeuten ausgebildet. Andere wie die Weltklasse-Ringerinnen Aline Focken oder Laura Mertens stehen schon als Sportlehrerin oder Ergotherapeutin ihre Frau, "und das geht nur, wenn die Kollegen auffangen, dass sie häufig wegen Wettkämpfen und Trainingslagern fehlen," sagt Welsink. Es komme halt auf ein "Sportklima" innerhalb eines Betriebes an - und das scheint bei der medicoreha gegeben.

Quelle: NGZ
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