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Lokalsport
Mit Jan Bresser auf der Sechs ist der SCK sicher

Kapellen. Läuft morgen alles optimal für Kapellen, könnte der Fußball-Oberligist mit einem Sieg in Bocholt den Klassenverbleib schon perfekt machen. Von Dirk Sitterle

Eigentlich kann für den SC Kapellen morgen Nachmittag im legendären Stadion am Hünting als Gast des 1. FC Bocholt gar nichts schiefgehen. Denn in Jan Bresser ist der Sicherheitschef in den aktiven Kader des Fußball-Oberligisten zurückgekehrt. Mit dem von Trainer Wolfgang Brück erst in der laufenden Rückrunde aus der Zweitvertretung ins Team beförderten 27 Jahre alten Spätstarter auf der Sechs ist der SCK kaum zu bezwingen.

Am 20. Spieltag feierte Bresser seinen Einstand - und gewann mit Kapellen das Heimspiel gegen Düsseldorf-West (1:0). Auch beim 2:1 gegen den 1. FC Mönchengladbach, beim 4:3 in Schonnebeck und dem 3:1 gegen RW Oberhausen II stand der Defensivmann in der Anfangsformation. In Essen langte es immerhin noch zu einem 1:1-Unentschieden. "Gegen Wuppertal habe ich ihn ausgewechselt, danach kassieren wir die Treffer zur 0:2-Niederlage", sagt Brück. Die darauf folgenden Pleiten gegen Hönnepel/Niedermörmter (0:2), Hiesfeld (0:1) und Fischeln (2:3) verpasste er aus privaten Gründen, kehrte erst am vergangenen Sonntag beim im Kampf gegen den Abstieg enorm wichtigen 2:0-Heimsieg über das Schlusslicht TV Kalkum-Wittlaer in die erste Elf zurück. "Hat er den Kopf frei", läuft er definitiv auch morgen in Bocholt auf, kündigt sein Coach an. "Mit seiner positiven Ausstrahlung und seiner unbekümmerten Art tut er der Mannschaft gut."

Mit etwas Glück könnte der SCK schon am viertletzten Spieltag den Klassenverbleib unter Dach und Fach bringen: Ein Sieg im Duell mit dem nur einen Zähler schlechter gestellten ehemaligen Zweitligisten reicht Kapellen (43 Punkte) dann, wenn gleichzeitig der MSV Duisburg II - empfängt Spitzenreiter Wuppertaler SV - oder der VfB Hilden (beide 35 Punkte), dem der KFC Uerdingen einen Besuch abstattet, nicht die volle Miete einbringen. Vom Misserfolg der Konkurrenz oder dem sportlichen Ehrgeiz der beiden Spitzenklubs mag sich Brück indes nicht abhängig machen. "Wir gucken nur auf uns." Zwar geht er davon aus, "dass unsere 43 Punkte auf jeden Fall reichen werden", doch er will mehr: "Von Rang vier trennen uns nur drei Punkte. Das ist machbar, denn eigentlich sind wir ja selbst unser größter Gegner. Wenn wir richtig Gas geben, sind wir nur ganz schwer zu schlagen."

Am Hünting tut sich der SCK indes traditionell schwer. In der vergangenen Saison zum Beispiel setzte es dort eine 1:3-Niederlage, bei der in Dalibor Cvetkovic und Robin Kreis gleich zwei Kapellener vorzeitig den Platz verlassen mussten. Auch wenn die Truppe des extrem impulsiven Manuel Jara, in Bocholt sowohl Trainer als auch Team-Managers, in dieser Saison weit hinter den Erwartungen geblieben ist, hat sie in Philipp Goris (17 Treffer) und Tim Elsinghorst (8) brandgefährliche Stürmer in ihren Reihen. Darum ist Brück froh, dass mit der Rückkehr von Tim Rubink, Dalibor Cvetkovic und Marcel Lüft die von ihm bevorzugte Abwehrviererkette wieder intakt ist. Von einem zweitägigen Probetraining beim Regionalligisten SV Meppen an die Erft zurückgekehrt ist Lennart Ingmann, der am 2:0-Erfolg über den TV Kalkum-Wittlaer mit einem Tor und einer Vorlage beteiligt gewesen war. Nicht zur Verfügung stehen George Madatsidis (Zerrung) und Marcel Koch, dem Brück nach einem fachlichen Disput nahegelegt hat, die Saison in der "Zweiten" zu beenden.

Quelle: NGZ
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