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Jüchen
Neue Firmen für Jüchen

Jüchen. Neben Polo wird ein neues Gewerbegebiet entwickelt: Firmen können sich künftig an der Robert-Bosch-Straße ansiedeln. Der Bürgermeister geht davon aus, dass der Motorradausstatter eine Magnetwirkung haben wird. Von Daniela Buschkamp

Für neue Firmen gibt es in der Gemeinde Jüchen aktuell eine einzige Adresse: die Robert-Bosch-Straße. In Blickkontakt zu den international agierenden Unternehmen "3M" und "Polo" wird zurzeit ein Areal für Firmenansiedlungen erschlossen. "Frühestens in zwei Monaten", so Gemeinde-Sprecher Norbert Wolf, könnten hier die ersten Mieter einziehen. Vorausgesetzt, die Bauanträge sind bearbeitet; für sie werden "sechs bis acht Wochen Bearbeitungszeit" veranschlagt.

Platz für Gewerbe schaffen – das hat die Landgemeinde mit einem Flächentausch erreicht. "Im Bebauungsplan war noch ein altes Gewerbegebiet an der Peter-Busch-Straße ausgewiesen. Das haben wir aufgegeben", erläutert Norbert Wolf. Stattdessen wurde Platz für neue Firmenansiedlungen an der B 59 geschaffen – als Erweiterung des vor 20 Jahren begonnenen "Gewerbeparks Jüchen" an der Neusser Straße. Insgesamt stehen dort 43 000 Quadratmeter zur Verfügung. Das kleinste Grundstück soll 1500 Quadratmeter umfassen, das größte 20 000 Quadratmeter – "stets abhängig von den Wünschen der Interessenten", so Wolf.

Bei diesen einzigen aktuellen Firmenflächen – abgesehen vom interkommunalen Gewerbegebiet mit Mönchengladbach – geht Bürgermeister Harald Zillikens von einer "Magnetwirkung" aus, die die Weltfirmen "Polo" und "3M" als Nachbarn haben werden. Zillikens konnte sich im NGZ-Interview auch "mit dem Motorradanbieter verwandte Firmen" vorstellen. Doch wer künftig "Robert-Bosch-Straße, Jüchen" auf Briefpapier und Homepage als Adresse nennen wird, ist derzeit noch unklar. "Es gibt einige Interessenten, erste Gespräche sind bereits geführt worden", bestätigt Wolf auf Nachfrage der NGZ. Doch über die Ergebnisse sei "Stillschweigen vereinbart" worden. Die künftigen Unternehmen müssen sich – je näher sie am großen Wohngebiet ,Im Auenfeld' liegen – Lärm- und Emmissionsbeschränkungen unterwerfen. "Im Unterschied zu einem Industriegebiet sind in einem Gewerbegebiet wie an der Robert-Bosch-Straße Rund-um die-Uhr-Anlieferung mit Lastwagen oder eine mit Lärm und Gerüchen verbundene Produktion nicht möglich", nennt Norbert Wolf Beispiele. Möglich: Büros, Verwaltungsgebäude, Tankstellen oder Sportanlagen.

Der lange Frost brachte für die Baustelle zehn Wochen Verzögerung; mit der Erschließung war bereits im Herbst 2009 begonnen worden. Jetzt stehen die Bagger für die 350 Meter lange Erschließungsstraße (mit breiten Parkbuchten für Lastwagen) bereit – Gesamtkosten: 575 000 Euro. Weitere 505 000 Euro werden in den Kanal investiert; in etwa acht Wochen sollen Regenrückhalte- und Klärbecken angelegt werden. Danach wird eine Ampel zur B 59 eingerichtet; die Kosten betragen rund 175 000 Euro – eine Maßnahme, die mit "Straßen NRW" als Straßenbaulastträger abgestimmt wird.

Quelle: NGZ
 
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