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Lokalsport
Neue Nummer eins im Kreis gesucht

Rhein-Kreis. Landesliga: Nach dem Abstieg spielt der SC Kapellen nun in einer Liga mit Nievenheim und Jüchen/Garzweiler. Von Dirk Sitterle

Zum ersten Mal seit der Saison 2003/2004 ist der Fußballkreis 5 Grevenbroich/Neuss mit keinem Verein in der fünfthöchsten Liga Deutschlands vertreten. Dafür bewerben sich in der Landesliga, Gruppe eins, drei Teams um die Rolle des Platzhirschs.

SC Kapellen Die Schwarz-Gelben waren für fast anderthalb Jahrzehnte die klare Nummer eins an Rhein und Erft. Nach dem Abstieg aus der Oberliga fällt dem in der Schlussphase der Saison vorzeitig eingestiegenen Trainer Oliver Seibert nun die schwierige Aufgabe zu, den Abwärtstrend zu stoppen. Eine komplette Mannschaft ist von Bord gegangen. Richtig wehgetan haben freilich nur die Abgänge von Marcel Lüft, Andrej Hildenberg und Kani Taher, der seine Karriere als Nationalspieler Afghanistans unbedingt fortsetzen möchte und deshalb zum VfL Vichttal in die Mittelrheinliga gewechselt ist. Nach vorne bringen sollten das Team auf jeden Fall Dennis Schreuers vom Oberligisten SC Düsseldorf-West, "er war einer meiner Wunschspieler" (Seibert), der großgewachsene Kilian Lammers und vor allen Dingen der freilich nicht ganz pflegeleichte Goalgetter Derman Disbudak vom Oberliga-Neuling 1. FC Monheim.

VdS Nievenheim An der Südstraße schmerzen den sportlichen Leiter André Grunzel vor allem die Abgänge der verdienten Routiniers - allen voran Stephan Volk. "Er war sozusagen unser Sebastian Schweinsteiger", sagt Grunzel, der indes große Stücke auf die neuen Kräfte hält: Mit Patrick Breidohr hat er in Dormagen selber noch gespielt, Henry Thimm zählte, bevor er sich für ein Jahr zum "Work and Travel" nach Australien verabschiedete, zu den besten Innenverteidigern der Bezirksliga. Sven Gehrmann (28) kickte in Rastede (bei Oldenburg) zwar "nur" in der Bezirksliga, war vor einigen Jahren aber immerhin so gut, dass die Sportfreunde Oestrich/Iserlohn in der NRW-Liga (Saison 2008/09) auf seine Dienste bauten. Bestens ausgebildet ist der 19-jährige Jannik Schulte. In der vergangenen Saison spielte er mit Wuppertal in der Nachwuchs-Bundesliga, davor bei Fortuna Düsseldorf und dem SC Kapellen. Grunzel: "Von ihm verspreche ich mir einiges. Er hat was im Köpfchen und richtig Bock."

VfL Jüchen/Garzweiler In Jüchen hat Co-Trainer Michele Fasanelli die Nachfolge von Aufstiegscoach Georg Krahwinkel angetreten. Seine Bemühungen, den Kader zu verstärken, wurden dadurch kolossal erschwert, dass der Klassenverbleib bis zum letzten Spieltag am seidenen Faden hing. "Dadurch konnten wir den Spielern keine Planungssicherheit geben und sie haben sich trotz guter Gespräche für andere Vereine entschieden." Den Angstschweiß treibt das dem ehemaligen Jugend-Nationalspieler indes nicht auf die Stirn: "Über die Qualität des Kaders mache ich mir keine Sorgen, der hat absolut Landesligaformat." Auf Anhieb zur Führungskraft avancieren könnte Sven Rixen, der als Kapitän des Bezirksligisten Germania Kückhoven nach Jüchen wechselt. Fasanelli: "Nur eines darf nicht mehr passieren, nämlich, dass wie in Odenkirchen acht Stammspieler draußen stehen und zugucken."

Quelle: NGZ
 
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