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Korschenbroich
Neue Pumpe am Jüchener Bach

Korschenbroich: Neue Pumpe am Jüchener Bach
FOTO: Grafik: KLXM.DE/Foto: Lothar Berns
Korschenbroich. Die Vorbereitungen für das Grundwasser-Kappungsmodell laufen auf Hochtouren: Während alte Pumpen ertüchtigt werden, wird in Kleinenbroich auch ein neuer Brunnen gebohrt. Gestern wurde die Baustelle eingerichtet. Von Ruth Wiedner

Die Zeit drängt. Bis zum 30. November will der Erftverband die sechs alten und die drei neuen Grundwasser-Pumpen im Korschenbroicher Stadtgebiet einsatzbereit haben. Auch wenn bis dahin noch eine Menge Arbeit vor dem Erftverband und den Partnerfirmen liegt, ist Holger Diez (38) zuversichtlich.

"Wir schaffen das", versicherte der Projektleiter gegenüber der NGZ. Schließlich ist Diez derzeit ständig vor Ort und kann sich ein realistisches Bild machen. Auch gestern durfte er in Kleinenbroich nicht fehlen, als die Glehner Brunnenbau-Firma Matthias Lenders die Baustelle an der Maternusschule einrichtete. Dort wird nach Herrenshoff der nun zweite neue Grundwasser-Brunnen gebohrt.

Bis Freitag will Firmenchef Wilhelm Lenders (58) die Arbeiten an der Straße "Am Hallenbad" abgeschlossen wissen. Ganz so einfach wie in Herrenshoff gestaltet sich der Auftrag in Kleinenbroich nicht. Der Grund: die Nähe zur Grundschule.

Damit alles reibungslos verläuft, wurde alles großzügig abgesperrt und so organisiert, dass sechs Schulbus-Fahrten – drei morgens und drei mittags – die Baustelle passieren dürfen. "Wir unterbrechen für die Zeit die Bohrungen und räumen für den Schulbus die Absperrbarken zur Seite", erklärt Wilhelm Lenders die mit der Stadt getroffenen Absprachen.

In Kleinenbroich werden noch bis Freitag Eisenrohre mit einem Durchmesser von einem Meter bis ins Tertiär gerammt. In das 24 Meter tiefe Loch wird dann ein Kunststoffrohr mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern eingelassen. Der verbleibende Hohlraum wird mit Filterkies aufgefüllt. "Die eigentliche Pumpe wird aber erst zum Monatsende eingesetzt", so Diez.

In der Zwischenzeit kommt noch die Erkelenzer Tiefbaufirma Küpper zum Einsatz. Sie verlegt ein Rohr, über das später das überschüssige Grundwasser in den Jüchener Bach abgeleitet wird. Zudem werden auf das Bohrloch noch ein Fundament und ein Gehäuse gesetzt. Testläufe sind für Mitte November vorgesehen. "Die Pumpe kann bis 190 Kubikmeter pro Stunde fördern", so Diez. "Wenn der Sollwert überschritten ist, wird ab 1. Dezember gepumpt."

Wer und in welcher Form von den einzelnen Brunnenpumpen profitiert, lässt Holger Diez offen: "Das hängt nicht zuletzt von Haus und Lage ab." Damit sich die Anlieger aber jederzeit informieren können, wird der Erftverband einen neuen Service einrichten. Es werden 30 Grundwasser-Messstellen eingerichtet.

Die Messwerte werden tagesaktuell ins Internet gestellt. "Bislang konnten wir nur Wochenwerte liefern", begrüßt auch Theo Verjans (51) diese Neuerung. "Wir arbeiten zurzeit an der neuen Homepage", so Diez, die auch mit der Stadt vernetzt werden soll. Und noch eine Info ist neu: "Wir geben täglich bekannt, welche Pumpe pumpt."

Quelle: NGZ
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