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Lokalsport
Neuer Melderekord bei Nachtlauf-Geburtstag

Lokalsport: Neuer Melderekord bei Nachtlauf-Geburtstag
So voll wie noch nie: Unter Flutlicht machen sich über 1000 Läufer auf die sieben Meilen durch Zons. Die von rund 200 Fackeln beleuchtete Strecke durch die Altstadt wird von Zuschauern und Athleten wieder hochgelobt. FOTO: Lothar Berns
Zons. Zur Jubiläumsauflage der "7 Meilen von Zons" kamen so viele Läufer wie noch nie: 1850 Anmeldungen sind die neue Höchstmarke. Von Sophie Rhine

Seit 1977 gibt es den Zonser Nachtlauf bereits, doch in diesem Jahr gingen mehr Läufer an den Start als je zuvor. Der Grund, warum der Lauf so beliebt ist, scheint klar: Die nächtliche Atmosphäre lockt immer wieder nicht nur viele Sportler, sondern auch Zuschauer auf die Straßen von Zons.

"200 Fackeln wurden aufgestellt, 400 Kerzen an die Bewohner an der Strecke verteilt", berichtet Klaus-Peter Hofstadt, der Mitorganisator und Abteilungsleiter der SG Zons. "Die Organisation ist sehr umfangreich und wir haben heute 170 Helfer im Einsatz, aber es lohnt sich jedes Mal wieder." Das fanden auch die Zuschauer und Starter - das Feedback war fast durchweg positiv.

Um 19 Uhr fiel der Startschuss für den Jedermannlauf. 3, 1 Meilen, also wie üblich 5 Kilometer, waren zu absolvieren. Schon bei dem ersten Lauf war der Streckenrand gut besucht, bei Kilometer vier sorgte eine Sambagruppe nochmals für die nötige Motivation. Mit großem Vorsprung holte Paul Schmiejka (M30, Pulheimer SC) sich in 16:14,8 Minuten den ersten Sieg des Tages. Über eineinhalb Minuten später überquerte der zweitplatzierte Felix Herrera (Hauptklasse, Ktt 01 Powered By Bunert) die Ziellinie, in 18:25,6 Minuten holte sich Harald Gläßer (M45) vom ausrichtenden Verein den dritten Platz. Schnellste Frau war Celine Ritter (19:00,4) vor ihrer Schwester Alicia Ritter (20:11,2, beide TuS Köln) und den beiden Läuferinnen Aileen Romahn und Svenja Kramer von der DJK Rheinkraft Neuss, die in 21:22,6 Minuten zeitgleich ins Ziel kamen.

Pünktlich um 20 Uhr wurde der Hauptlauf gestartet, sieben Meilen, also 11263 Meter ging es für die Läufer quer durch Zons. Besonders der Abschnitt durch die Altstadt und die Zollfeste sorgte für Begeisterung. "Die Strecke war super schön, die Atmosphäre ist nachts ganz anders und die Stimmung war toll", meinte Maximilian Thorwirth, der sich bei seinem ersten Start in Zons direkt den Sieg holte. In einer Zeit von 35:55,2 Minuten verwies er Nikki Johnstone (36:04,2) auf Platz zwei. "Es war wirklich hart gegen Nikki, er ist sehr schnell angegangen und war ab Kilometer drei vorne. Erst ab Kilometer neun war ich wieder dran und konnte ihn zum Schluss abhängen, ich bin super zufrieden." Aber auch der Zweitplatzierte, ebenfalls ein Neuling in Zons, war zufrieden: "Es ist immer schön, wenn man nicht alleine vorne ist. Wir haben uns gegenseitig gezogen, die Zeit ist super", erzählte Johnstone. "Der Lauf hier ist was ganz anderes mit den ganzen Fackeln und Kerzen, das hat mir sehr viel Spaß gemacht."

Alles andere als neu in Zons ist Tanja Spill, die nach 42:14,7 als erste Frau die Ziellinie überquerte: "Ich wohne hier ja um die Ecke, es ist schon Tradition, den Lauf am Saisonende noch mitzunehmen. Die Atmosphäre ist immer super und es ist noch schöner, wenn einen so viele kennen und anfeuern." Auch Bernd Czarnietzki (42:25,0, DJK Rheinkraft Neuss) ist nicht zum ersten Mal in Zons: "Ich war hier schon über zehn Mal und habe auch schon mal gewonnen", erinnert er sich. "Aber das ist schon was her. Die Strecke mit den ganzen Kerzen und Fackeln bleibt aber trotzdem was besonderes, das ist hier ein ganz besonderes Feeling."

Bei so viel Lob muss Klaus-Peter Hofstadt zufrieden sein: "Es hat alles reibungslos geklappt. Jetzt kommen nur noch die Siegerehrungen und der Auftritt der Cheerleader." Doch damit ist das Thema Nachtlauf nicht abgehakt: "Morgen ist der Lauf vergessen, übermorgen fangen die Vorbereitungen für 2017 an."

Quelle: NGZ
 
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