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Lokalsport
Neun Grevenbroicher sichern einen Punkt

Gnadental. Bezirksliga: Beim 1:1 des TuS bei der DJK Gnadental fliegen die Hermel-Brüder vom Platz. Von Christos Pasvantis

Es gab sicherlich schon erfolgreichere Tage in den Sportkarrieren von Alexander und Martin Hermel. Beim 1:1 (1:0) ihres TuS Grevenbroich bei der DJK Gnadental musste das Brüderpaar in den letzten 20 Minuten hinter den Werbebanden zusehen, wie ihre neun Mitspieler das Unentschieden über die Zeit retteten.

Den beiden Platzverweisen zum Trotz hielt der TuS jedoch in Unterzahl stand und sicherte damit einen Zähler, den Trainer Hermann-Josef Otten bei seinem Ex-Verein gerne mitnahm: "In Anbetracht der Umstände können wir damit sehr gut leben. Wenn man die Schlussphase mit acht Feldspielern bestreitet, ist man mit einem Unentschieden zufrieden." Nachdem sich Alexander Hermel nach einem ungeschickten Einsteigen gegen Volkan Özcan einen strittigen Elfmeterpfiff einhandelte, brachte die anschließende Diskussion mit Schiedsrichter Marcel Donath ihm sogleich die Gelb-Rote Karte ein (27.). Bruder Alexander, in der selben Szene bereits mit Gelb vorbestraft, holte Gnadentals Ali Gürcali nach 67 Minuten unsanft von den Beinen und flog ebenfalls vom Feld.

Davon abgesehen sprach eigentlich zur Halbzeit vieles für vierten TuS-Sieg in Folge. Denn auf einer Gnadentaler Asche, auf der erfahrungsgemäß nur wenig produktiver Fußball gespielt werden kann und demnach auch nur wenige Szenen über den Spielausgang entscheiden, gingen die Gäste in Führung: Jonas Küchler und Umut Altunbas setzten eine kurze Freistoßvariante perfekt um, nach einem Doppelpass vollstrecke Küchler aus spitzem Winkel zur Führung (16.).

Den nach dem ersten Platzverweis fälligen Gnadentaler Elfmeter parierte Marvin Kiese gegen Pavel Kmiotek stark, geschlagen geben musste er sich später aber dem Kunstschuss von Alen Jakupova: Der eingewechselte Gnadentaler verlängerte einen Freistoß aus 16 Metern mit dem Rücken zum Tor technisch anspruchsvoll ins Eck (56.). Dass in der Schlussoffensive außer einer weiteren Großchance für den überhastet abschließenden Kmiotek nicht mehr heraussprang, ärgerte DJK-Coach Jörg Ferber: "Da müssen wir natürlich mehr 'draus machen, auch wenn wir in mehreren Szenen ein bisschen Pech hatten. Aber wenn ich es positiv sehe, dann haben wir immerhin nicht verloren." Das wäre durchaus noch möglich gewesen, als Tim Gauls in der Nachspielzeit für den TuS die Riesenchance zum Sieg vor die Füße fiel. Gnadental bleibt damit vor dem wichtigen Kellerduell gegen Rommerskirchen Tabellenvorletzter.

Unabhängig davon, in welcher Liga die DJK künftig spielt, wird sie das auf einem Kunstrasenplatz tun. Für Anfang Dezember seien bereits Planungsgespräche mit dem Stadtsportverband angesetzt, die Bagger sollen am Nixhütter Weg im Idealfall schon im Frühjahr anrollen.

Quelle: NGZ
 
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