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Lokalsport
Neusser Achter steuert eindeutig Richtung Klassenerhalt

Neuss. Beim Bundesliga-Renntag auf dem Münsteraner Aasee belegt der Aufsteiger Platz sechs und klettert in der Tabelle weiter nach oben. Von Volker Koch

Damit hatte vor Saisonbeginn wohl keiner gerechnet: Mit einer bärenstarken Leistung pilotierte sich der Achter des Neusser Rudervereins beim Renntag auf dem Münsteraner Aasee auf Platz sechs und klettert damit in der Tabelle der Ruder-Bundesliga auf den achten Rang. Zwei Regattatage vor Schluss steuert der Aufsteiger somit eindeutig in Richtung Klassenerhalt.

"Als Aufsteiger auf den sechsten Platz zu fahren ist eine außergewöhnliche Leistung", stellte Aaron Linden zufrieden fest, während Teamleiter Kevin Selhorst den Renntag in Münster, bei dem er selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht aktiv eingreifen konnte, als "vollen Erfolg" bezeichnete. Stephan Nolden, am Samstag erstmals als Schlagmann im Einsatz, tritt allerdings auf die Euphoriebremse: "Da wir zur nächsten Etappe in Leipzig nicht so stark besetzt anreisen können wie diesmal, war dies ein wichtiges Ergebnis. Es stützt unser Ziel, den Klassenerhalt."

In Münster standen den Neussern elf top-fitte Ruderer zur Verfügung, "und das, obwohl das Training in den vergangenen Woche unter der warmen Witterung und der ebenso heißen Klausurphase einiger Ruderer ein wenig gelitten hatte", wusste Kevin Selhorst zu berichten. Dessen ungeachtet startete der NRV mit einem Sieg über Tabellennachbar Rüdersdorf und fuhr dabei in 54,42 Sekunden die siebtschnellste Zeit aller 14 Achter.

Das brachte den Aufsteiger in ein Achtelfinal-Rennen mit Tabellenführer Frankfurter RG und der Hannoveraner Rudergemeinschaft. In einem knappen Finish sicherten die Neusser in 54,02 Sekunden Platz zwei hinter dem in 53,78 Sekunden gar nicht so weit entfernten Spitzenreiter, während im Vergleich mit Hannover das Zielfoto entscheiden musste. Für das Viertelfinale wechselten die Neusser drei frische Ruderer ein, um ihre Chance auf die Top-Vier zu wahren. Doch die Taktik gin nach hinten los, denn hinter Titelverteidiger Krefeld (dem späteren Tagessieger), Bonn und dem Team Lombardium Hamburg reichte es nur zu Rang vier. "Ob es an der starken Konkurrenz lag oder der erheblichen Umstellung im Boot ist schwer zu sagen", meinte Linden.

Damit traf der Aufsteiger im Halbfinale auf die Gastgeber aus Münster. Vom Start weg lag Neuss in Front und behielt am Ende in 55,47 zu 55,56 Sekunden die Nase vorn. Im Kampf um Platz fünf gab es zwar eine Niederlage gegen Lombardium Hamburg, doch die konnte die Freude über das hervorragende Abschneiden nicht trüben.

Quelle: NGZ
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