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Lokalsport
Neusser EV rettet seine Führung noch ins Ziel

Neuss. Eishockey-Regionalliga: Im ersten Heimspiel setzen sich die Neusser mit 7:5 gegen die Dinslaken Kobras durch.

Dass es nach einer 5:2-Führung bis zum verdienten 7:5-Sieg (1:2, 4:2, 2:1) des Neusser EV gegen die Dinslakener Kobras noch zu einem Wechselbad der Gefühle kommen würde, damit hatte niemand gerechnet. NEV-Trainer Andrej Fuchs jedoch erkannte gegen Ende des zweiten Drittels, dass seine Mannschaft auf dem besten Weg war, ihre Überlegenheit leichtsinnig zu vertändeln.

Nach Maximilian Bleyers Führung zum 1:0 konterten die Kobras durch Stefan Dreyer und Philipp Heffler - 2:1-Führung für die Gäste. Dann aber arbeitete der NEV vier Tore heraus. Zunächst innerhalb von nur 18 Sekunden die Treffer von Pascal Rüwald und Dominick Thum, denen ein Tor von Bleyer sowie ein erfolgreicher Alleingang des Rumänen Balazs Peter folgte. Peter stammt aus dem Krefelder Nachwuchs und hat bei seinem Debüt für den NEV auf Anhieb überzeugt.

Innerhalb von nur 73 Sekunden verkürzten die Kobras durch Philipp Heffler und Michal Plichta auf 5:4. Und als im dritten Abschnitt der Tscheche Plichta sogar den Ausgleich schaffte, schien die Partie endgültig zu kippen. Fuchs brachte es aber fertig, sein Team wieder zu ordnen. Kapitän Holger Schrills erzielte in der 54. Minute das wohl entscheidende und auch schönste Neusser Tor. Er fuhr mit der Scheibe hinter dem Tor herum auf die andere Seite und stocherte den Puck dem überraschten Torwart nicht durch die Beine, was man im Eishockey-Jargon 'Bauerntrick' nennt, sondern schlenzte halbhoch ins lange Eck. Den Schlusspunkt setzte 64 Sekunden später Timo Dietrich zum 7:5-Sieg. In der 46. Minute gab es in der heikelsten Phase noch zusätzlich eine Schrecksekunde, als Torwart Mario Matuschik verletzt aufgab und durch Justin Kleckers ersetzt wurde.

Fuchs war nach dem Match sichtlich erleichtert. Den Einbruch seines Teams kommentierte er treffend: "Die Jungs waren von der klaren Führung selbst überrascht, haben nicht mehr auf ihren Trainer gehört, wurden leichtsinnig oder verfielen in einen Gottseidank nicht allzu langen Tiefschlaf." Und mit Blick auf das nächste Wochenende: "Wenn wir konsequent durchspielen, haben wir sowohl am Freitag in Dortmund sowie am Sonntag gegen Aufsteiger Grefrath gute Chancen."

(K.K.)
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