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Lokalsport
Neusser HV reist mit Respekt nach Longerich

Neuss. 3. Handball-Liga West: Das morgige Gastspiel in Köln stellt die bisher höchste Hürde für den Tabellenführer dar. Von Volker Koch

Da hatte der Spielplangestalter der 3. Handball-Liga West - ohne es zu wissen - ein glückliches Händchen: Am fünften Spieltag, der heute Abend mit den Partien TSV Bayer Dormagen (2.) gegen Eintracht Hagen (3.) und Leichlinger TV (7.) gegen Ahlener SG (8.) beginnt, sind die ersten acht Mannschaften der Tabelle unter sich. Denn während die HSG Krefeld (6.) morgen (19.30 Uhr) die Bundesliga-Reserve des TBV Lemgo (5.) empfängt, gastiert Spitzenreiter Neusser HV bereits um 18 Uhr beim Longericher SC (4.).

"Das wird die erste richtig hohe Hürde für uns", sagt der Neusser Trainer Ceven Klatt. Davon ist auszugehen. Schließlich haben sich die Kölner für morgen etwas Besonderes ausgedacht: Alle fünf Herrenteams des SCL spielen hintereinander weg in der Halle der Gesamtschule an der Merianstraße in Chorweiler - und das erstmals in der 90-jährigen Vereinsgeschichte. "Die Halle muss wackeln am 8. Oktober", lautet der Longericher Slogan für diesen Tag.

Das tut sie ohnehin, seit der SCL nach dem Aufstieg vor einem Jahr in der Dritten Liga aufläuft. "Eine sehr robuste und emotionale Mannschaft", charakterisiert Klatt die Gastgeber, "und das ganz besonders zu Hause." Das bekam in dieser Spielzeit bereits der TV Korschenbroich zu spüren, der in Chorweiler mit 22:28 unterging. Auch die anderen Ergebnisse des SCL - 26:26 gegen Schalksmühle, 26:23 in Ratingen, 36:24 in Baunatal - sind nicht von schlechten Eltern.

"Nach diesem guten Start werden die vor Selbstvertrauen strotzen", sagt Klatt, kann das aber selbstredend auch für seine eigenen, noch verlustpunktfreien Schützlinge feststellen: "Wir fahren ganz bestimmt nicht nach Köln, um da die ersten Punkte abzugeben." Einen Sieg haben die Neusser allerdings noch nicht eingefahren gegen den Longericher SC: Zum Auftakt der vergangenen Saison gab es in Köln eine 27:30-Niederlage, im Rückspiel ein 24:24-Remis - beide Male war Ceven Klatt nur als Co-Trainer dabei. Wie es unter seiner Regie als Chef auf der Bank morgen anders laufen soll, weiß er auch: "Wir müssen über unsere Stärken zum Erfolg kommen, und das ist in erster Linie unsere 6:0-Abwehr im Zusammenspiel mit dem Torhüter."

Freilich: Die körperliche Überlegenheit, die die Neusser in den bisherigen Partien in die Waagschale werfen konnten, wird morgen nicht so zum Tragen kommen: "Der Longericher Rückraum ist schon beeindruckend, die haben fünf Spieler, die alle über 100 Kilo wiegen und annähernd zwei Meter groß sind," weiß Klatt. Darunter in Benjamin Richter "den überragenden Spieler der vergangenen Saison in der gesamten Liga", sagt Klatt über den Longericher Mittelmann. Der beste Werfer der Saison 2015/16 hat in den ersten vier Spielen bereits 23 Treffer erzielt. Der NHV-Trainer sorgt sich noch um den Einsatz der beiden grippegeschwächten Dennis Aust und Thomas Bahn. "Wir haben die kleine Pause eigentlich gut genutzt", sagt Klatt, "schade, dass dann eine Grippewelle zugeschlagen hat."

Quelle: NGZ
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