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Neusser HV schlägt Essen und Ferndorf

Lokalsport: Neusser HV schlägt Essen und Ferndorf
Vor allem gegen TuSEM Essen konnte NHV-Scharfschütze Christopher Klasmann dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Mit sieben Treffern trug er zum 31:30-Erfolg gegen den Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet bei. FOTO: a. tinter
Neuss. Der Handball-Drittligist gewinnt die erste Auflage des "Pierburg-Cups" und setzt sich dabei gegen zwei Zweitligisten durch. Vor knapp 300 Zuschauern beweist der NHV, dass er in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen kann. Von Christos Pasvantis

Dass die Tage, an denen der Neusser HV in der Dritten Liga um den Klassenverbleib zittern muss, der Vergangenheit angehören, dürfte jedem klar sein, der sich die Liste seiner Neuzugänge ansieht. Einen ersten Eindruck davon, wie gut die Neusser wirklich sein können, bekam man erstmals beim am Samstag vom NHV ausgerichteten "Pierburg-Cup". Mit Siegen gegen die beiden Zweitligisten TuSEM Essen (31:30) und TuS Ferndorf (28:26) gewann der Gastgeber das kräftezehrende Vorbereitungsturnier.

Damit ist aber selbstredend nicht gesagt, dass der NHV die Liga künftig dominieren wird, wie Trainer René Witte betont: "Ich weiß das durchaus einzuordnen. Wir sind seit zwei Wochen im Training, Essen und Ferndorf erst seit einer. Es gibt überhaupt keinen Grund, jetzt in irgendeine Euphorie zu verfallen." Dennoch wird auch er zufrieden festgestellt haben, dass sein Team beispielsweise gegen Ferndorf mithalten konnte. Der Zweitliga-Aufsteiger hatte Neuss vor wenigen Monaten noch mit 34:23 aus der Halle geschossen.

Im ersten Spiel gegen Essen gefiel Witte vor allem die Aufholjagd, die dem NHV nach einem 15:19-Pausenrückstand noch zum Sieg verhalf: "Nach der Pause standen wir richtig gut und haben nur noch elf Gegentore zugelassen." Angeführt von den starken Christopher Klasman (7 Tore) und Felix Handschke (9) drehte Neuss das Spiel. Nachdem Essen mit Ferndorf nach einer schnellen 9:1-Führung kaum Probleme hatte und mit 26:22 gewann, merkte man Ferndorf im unmittelbar danach angepfiffenen Spiel gegen Neuss die vorangegangenen 60 Minuten an. Nach einer 15:14-Führung zur Halbzeit gelang im zweiten Durchgang nur noch wenig. In Dennis Aust sowie den drei Neulingen Heider Thomas, Bennet Johnen und Niklas Weis standen übrigens gleich vier ehemalige Ferndorfer für Neuss auf der Platte.

Mit dem von Marcus Bouali und Torwart-Oldie Matthias Reckzeh komplettierten Neuzugangsquintett ist Witte bislang hochzufrieden: "Die Integration hat ohne Probleme funktioniert, die Jungs geben Gas und zeigen hohe Bereitschaft." Dass sie auf dem Feld allesamt enorme Verstärkungen sein werden, war bereits am Samstag deutlich zu sehen.

Dass der NHV mit insgesamt 17 Testspielen ein wahres Hammerprogramm bis zum Saisonauftakt am 28. August beim Longericher SC hat, hat für Witte einen einfachen Grund: "Wir brauchen einfach jede Menge Spiele, um unser Abwehrsystem einzustudieren." Nachdem der NHV in der Vergangenheit meistens mit einem sehr agilen Ceven Klattvor einer Fünfermauer spielte, schwebt Witte künftig eine 6:0-Deckung vor.

Einen Aufsteiger sieht er in seiner Truppe übrigens noch lange nicht: "Ich kriege jeden Tag von allen Seiten zu hören, dass wir der Favorit sein sollen. Dagegen kann man nichts machen. Aber jeder, der ein bisschen Ahnung von Handball hat, weiß, dass man sich über Jahre zu einer Spitzenmannschaft entwickeln muss. Wir haben eine Mannschaft mit richtig viel Potenzial, die nächste Saison eine gute Rolle spielen kann - mehr nicht." Als Konkurrenten sieht er vor allem die HSG Krefeld und den Leichlinger TV sowie die Bundesliga-Reserven von Gummersbach, Minden und Lemgo. "Die Liga wird in diesem Jahr extrem ausgeglichen sein."

Quelle: NGZ
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