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Lokalsport
Neusser HV will den Bock umstoßen

Neuss. Drei Auswärtsspiele, drei Auswärtspleiten - so hatte sich der Neusser HV seinen Saisonstart in der Dritten Handballliga sicherlich nicht vorgestellt. Bei der SG Schalksmühle-Halver soll morgen (Anwurf 19.30 Uhr) aber alles besser werden. "Wir wollen unbedingt zeigen, dass wir es besser können und den Bock endlich umstoßen", sagt Trainer René Witte.

Dazu muss er vor allem das Kopfproblem seines Teams in den Griff bekommen, denn anders als mit mentaler Schwäche sind die von Witte handgezählten 25 Chancen, die der NHV bei der bitteren 23:24-Niederlage in Minden liegen ließ, kaum zu erklären. "Irgendwann muss es innerhalb der Mannschaft einfach ,klick' machen. Wir lassen uns momentan immer noch zu leicht von unserem Kurs abbringen. Wir arbeiten aber Tag für Tag hart dafür, das besser hinzukriegen", sagt der Coach. Dafür muss es auf der Platte aber deutlich besser funktionieren als zuletzt, schätzt Witte Schalksmühle trotz schwachem Start doch als deutlich stärker als Minden ein: "Wir wissen alle, dass Schalksmühle ein anderes Kaliber ist. Dort zu gewinnen, ist wegen den vielen Zuschauern und der unglaublich kräftigen Mannschaft ganz schwer. Wenn wir so spielen wie in Krefeld, Longerich und Minden, werden wir dort keine Chance haben."

So fuhr Schalksmühle erst am vergangenen Wochenende beim 23:21 in Ratingen den ersten Saisonsieg ein und liegt aktuell sogar auf einem Abstiegsplatz, wird in den kommenden Wochen aber ziemlich sicher um einige Plätze nach oben klettern. "Eine sehr starke und erfahrene Truppe, die zu Saisonbeginn viel Verletzungspech hatte, sich aber langsam fängt", weiß auch Witte. Die Mannschaft von Trainer Mathias Grasedieck zählt zu den ältesten der Liga und besteht in Jacek Wardzinski, Todor Ruskov, Natko Mehar, Kristian Eskericic und Maciej Dmytruszynski aus gleich fünf Osteuropäern. Dmytruszynski ist mit Torhüter Dominik Formella zudem einer von zwei Akteuren, die bereits beim TSV Bayer Dormagen unter Vertrag standen.

Der Kader des NHV ist hingegen nach der Rückkehr von Bennet Johnen in Minden beinahe wieder vollzählig, lediglich der noch länger ausfallende Neuzugang Niklas Weis wird die Reise ins Sauerland morgen Nachmittag nur in Zivil antreten können. Witte ist überzeugt: "Ich weiß genau, was meine Mannschaft kann. Wenn wir stabil bleiben und 60 Minuten konzentriert spielen, haben wir eine gute Chance, auch auswärts endlich die ersten Punkte einzufahren."

(pas-)
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